Die Pandemie bremst die Heiratswilligen nicht

Mi, 13. Jan. 2021
Es wird weiterhin geheiratet: Die Zahl der Trauungen ist beim regionalen Zivilstandsamt Rheinfelden nur leicht zurückgegangen. Foto: zVg

Im vergangenen Jahr zählte das Zivilstandsamt Rheinfelden 217 Trauungen – das sind nur unwesentlich weniger als 2019. Für 2021 gibt es bereits mehr als 100 Reservationen.

Valentin Zumsteg

Geheiratet wird immer, daran ändert auch die Corona-Pandemie nichts. Das zeigt die Bilanz 2020 des regionalen Zivilstandsamts Rheinfelden, das für den ganzen Bezirk zuständig ist: «Mit 217 Trauungen und vier Eintragungen von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften haben wir das Vorjahr nur ganz knapp unterboten, was angesichts der Corona-Umstände doch ein wenig überraschen mag», erklärt Adrian Keller, Leiter des Zivilstandsamts. Im Vergleich zu 2019 bedeutet dies nur einen leichten Rückgang, damals waren es 219 Trauungen und ebenfalls vier Eintragungen von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 250 Trauungen, wobei 2015 das Rekordjahr mit 265 Trauungen war.

Nur 15 Minuten Zeit
«Ende 2019 haben wir die Anzahl Trauungen noch so gedeutet, dass sich die Brautpaare alle noch gedulden würden, um sich dann im ‹runden› 2020 vermählen zu können. Nun hat uns Corona da bekanntlich einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht», erzählt Keller.

Auch wenn derzeit das öffentliche Leben stark eingeschränkt ist, kann weiterhin geheiratet werden. «Bei einer Trauung sind aktuell aber nur das Brautpaar, die Trauzeugen sowie gegebenenfalls eine übersetzende Person zugelassen. Bei Eintragungen von Partnerschaften sind lediglich die Paare sowie allenfalls die übersetzende Person erlaubt. Die Dauer ist auf 15 Minuten beschränkt», erklärt Adrian Keller.

Beim Betreten des Rathaussaales besteht für alle Anwesenden eine Maskentragepflicht. Das Brautpaar und der Zivilstandsbeamte dürfen für die Dauer der Zeremonie die Maske abnehmen, sobald sie am Tisch Platz genommen haben. Brautpaar und Zivilstandsbeamter sind durch eine Plexiglas-Scheibe getrennt. Beim Verlassen des Raumes ist die Maske wieder aufzusetzen. Trauzeugen und Dolmetscher müssen während der ganzen Dauer im Rathaussaal die Maske tragen. «Spalierstehen auf der Rathaustreppe oder Apéros im Rathaus-Innenhof bleiben bis auf weiteres untersagt», schildert Keller.

Grössere Nachfrage im Spätsommer oder Herbst
In den kommenden Monaten ist mit zahlreichen Trauungen zu rechnen. Aktuell gibt es gemäss Keller bereits mehr als 100 Reservationen für 2021. «Der Wonnemonat Mai bleibt ein beliebtes Datum, aber tendenziell zeigt sich schon, dass die Leute den Spätsommer oder Herbst bevorzugen, um Corona möglichst aus dem Weg zu gehen.» Keller geht davon aus, dass nach Corona ein Nachholbedarf zu verzeichnen sein wird. «Das wird sich im Herbst 2021 und im 2022 zeigen.»

Wie Keller weiter ausführt, sollen die Büros des regionalen Zivilstandsamts im Herbst 2021 leicht umgebaut werden. «Dies führt zu zeitlichen Einschränkungen der angebotenen Trautage. Der Rathaussaal als Traulokal grenzt an die Büros des Zivilstandsamtes und wegen dem zu erwartenden Baulärm wird es von Montag bis Donnerstag höchstens zu Randzeiten möglich sein, eine ungestörte Trauung durchführen zu können. Die Freitage hoffen wir, den ganzen Tag offen halten zu können. Baustart und Details sind aber noch nicht bekannt.»

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