Aus dem Gniesser-Bistro wird das Dock 11

Di, 26. Jan. 2021
Wagen alle einen Neustart: Andi Probst (links) mit Mariangela und Jürg Christoffel. Foto: Valentin Zumsteg

Wechsel in der Rheinfelder Gastroszene

Voraussichtlich am 1. April eröffnen Andi Probst und Eveline Wellauer die Bistro-Bar Dock 11 an der Fröschweid in Rheinfelden. Die bisherigen Pächter der Lokalität wechseln mit einem neuen Konzept an den Zähringerplatz.

Valentin Zumsteg

Vor rund sieben Jahren haben Mariangela und Jürg Christoffel an der Fröschweid 11 ihr Gniesser-Bistro eröffnet. «Am Anfang war es nicht ganz einfach, doch seither läuft es sehr gut», erklärt Jürg Christoffel. Als im vergangenen Frühjahr der Lockdown verhängt wurde, reifte bei dem 68-Jährigen aber der Entschluss, den Betrieb, zu dem auch ein Shop mit italienischen Produkten gehört, in neue Hände zu geben. «Wir dachten, es dauert sicher zwei bis drei Jahre, bis wir eine passende Nachfolge finden», so Christoffel, der auch als Immobilienmakler tätig ist. Doch es kam anders: Vier Interessenten meldeten sich, darunter Andi Probst und seine Schwester Eveline Wellauer. Die Chemie stimmte und so gibt es nun bald einen Pächterwechsel.

Von der Polizei zur Gastronomie
Bis Ende Februar sind die Christoffels noch auf dem Lokal, das derzeit aber wegen Corona geschlossen bleiben muss und deswegen nur Heimlieferung und Take-Away anbietet. Im März werden die Räumlichkeiten leicht umgebaut und angepasst. Wenn alles klappt und es die Corona-Situation zulässt, soll die Neueröffnung am 1. April gefeiert werden können. «Dock 11» nennen Andi Probst und Eveline Wellauer ihr Lokal. «Dock wegen der Schifflände, die gleich vor der Tür ist, und 11 wegen der Hausnummer», schildert Andi Probst, der bisher bei der Kantonspolizei Baselland arbeitete. Für ihn geht mit dem eigenen Lokal ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. «Ich bin teilweise in einer Beiz aufgewachsen. Es war für mich schon lange ein Traum, einen eigenen Gastrobetrieb zu eröffnen. Wenn, dann aber nur in Rheinfelden und nur an diesem Standort. Als ich das Inserat sah, war für mich die Sache klar», erzählt Probst, der im Städtchen wohnt. Zusammen mit seiner Schwester, die Köchin ist und über das Wirtepatent verfügt, will er das «Dock 11» als Bistro-Bar führen. Die Ambiance soll ein bisschen an eine Hafenkneipe erinnern, sagt Probst.

«Ein positives Zeichen setzen»
Aus seiner Sicht ist die Lage an der Fröschweid perfekt und weist ein grosses Potential auf. Das neue Lokal soll über einen Tresen und eine kleine Küche verfügen. Zudem gehört ein Shop dazu, dort werden aber weniger italienische, sondern vor allem regionale Produkte angeboten. Es braucht Mut, um in der aktuellen Situation die Neueröffnung eines Gastrobetriebs zu planen. Andi Probst ist sich dessen bewusst: «Es geht uns auch darum, ein positives Zeichen zu setzen.» Am 1. April kommt es voraussichtlich noch zu einer zweiten Neueröffnung. Denn Jürg und Mariangela Christoffel geben zwar das Gniesser-Bistro an der Fröschweid in andere Hände, doch sie wollen am Zähringerplatz – dort, wo früher das Tourismus-Lokal untergebracht war – ein neues kleines Lokal starten. Im «Piccola Pausa» werden sie italienische Produkte und die beliebten Geschenkkörbe anbieten. Auch eine kleine Gastronomie soll dazugehören.

Andi Probst vom «Dock 11» betont in diesem Zusammenhang: «Ich habe absolut kein Problem damit, dass sie weitermachen. Das war von Anfang an klar. Rheinfelden braucht attraktive Lokale, die sich gegenseitig befruchten.»

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Kommentare

Ich wünsche beiden Parteien viel Glück. Korrekt ist, dass es in Rheinfelden initiative Menschen braucht. Die Idee von der Hafenkneipe gefällt mir ausgezeichnet!

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