Radsportschule Sulz-Gansingen erfindet sich neu

Fr, 11. Dez. 2020
Die Radsportschule Sulz-Gansingen trainiert auch in der Winterzeit. Draussen auf dem Mountain-Bike. Foto: Widmer

2021 will die Schule national erneut ganz vorne mithalten

Auch für die Radsportschule der beiden Vereine war die Corona-Saison 2020 speziell. Nur vier Läufe gab es für die Schweizermeisterschaft. Die vereinigte Radsportschule Sulz-Gansingen landete gleichwohl auf dem vierten Rang dieser Jahreswertung. Mit organisatorischen Änderungen startet die von den Radfahrer-Vereinen Sulz und Gansingen getragene Radsportschule ins Wintertraining und im Frühjahr in die Saison 2021.

August Widmer

«Seit dem Oktober steht die Radsportschule Sulz-Gansingen unter neuer Leitung. Der Elite-Fahrer Jonas Weiss hat die Gesamtleitung, David Held und Fabian Müller stehen ihm als Trainer zur Verfügung. Beat Weiss und Anja Priemer vervollständigen das Führungsquintett. Hinter diesem Gremium stehen aus den beiden Vereinen weitere Personen unterstützend zur Seite», erklärt Lukas Zumsteg. Der frühere Profi ist heute Präsident des Radfahrer-Vereins Sulz und half, der Radsportschule neue Strukturen zu geben.

Gute Erfolge in der kurzen Saison 2020
Obwohl die Radsportschule Sulz-Gansingen also vorwärtsschaut und mit dem Wintertraining bereits begonnen hat, ist der Zeitpunkt gekommen, um auf die Saison 2020 zurückzuschauen. Wie an der in Pfaffnau stattgefundenen Generalversammlung der Vereinigung der Schweizer Radsportschulen zu erfahren war, konnten wegen Corona im Sommer nur vier zur Schweizer Schülermeisterschaft zählende Rennen ausgetragen werden. «Unsere Radsportschüler standen auch an regionalen Wettbewerben wie dem Fricktaler Cup und Clubrennen im Einsatz. Aber sie wollten sich auch mit ihren Kameradinnen und Kameraden aus den Schweizer Radsportschulen messen», weiss Jonas Weiss. So wurde die Radsportschule Sulz-Gansingen in der von Pfaffnau-Roggliswil gewonnenen Mannschaftswertung Vierte. Stark waren die Fricktaler in der Kategorie U-13, also bei den Jahrgängen 2008 und 2009. Louis Munk verpasste den Sieg nur um acht Punkte und wurde Zweiter. Levin Hüsler (4. Rang) und Matteo Zumsteg (13.) trugen mit ihren Leistungen zum guten Gesamtergebnis bei. «Obwohl die Radsportschule Sulz-Gansingen diese Schweizermeisterschaft auch schon gewonnen hat, darf sich der vierte Rang in diesem Jahr sehen lassen. Wir waren in der Kategorie U-13 stark, was uns zuversichtlich stimmt. In der Kategorie U-15 waren wir diesen Sommer fast nicht vertreten», ist Jonas Weiss mit dem Ergebnis zufrieden. Lukas Ellenberger landete als bester Vertreter der Radsportschule in der Kategorie U-15 auf dem achten Rang. Er war damit einen Platz hinter Lars Emmenegger (Kaisten) klassiert, der als bester Fricktaler Siebter wurde.

Spiel und Spass steht im Vordergrund
Auch in der Saison 2021 will die Radsportschule Sulz-Gansingen im Wettstreit mit den anderen Radsportschulen der Schweiz wieder ganz vorne mithalten. Gleichwohl stehen nicht allein sportliche Erfolge im Vordergrund. «Die Jugendlichen sollen bei uns Spass und Freude am Velofahren bekommen. Wenn sie etwas älter sind und Richtung Leistungssport gehen wollen, unterstützen wir sie. Aber das steht nicht im Vordergrund», betont Jonas Weiss. Der 29-jährige Sulzer steht der Radsportschule Sulz-Gansingen seit dem Oktober vor. Weiss, der 2021 noch eine Saison als Elite-Amateur aktiv sein wird, sieht sein Engagement für die Radsportschule zu einem Teil als Dank dafür, dass er in den vielen Jahren seiner Aktivkarriere auch immer wieder unterstützt wurde. Zum andern Teil soll diese Tätigkeit Weiss auch den Weg dafür ebnen, eines Tages ganz als Radsporttrainer tätig zu sein. In der Radsportschule Sulz-Gansingen sieht er denn auch ein längerfristiges Engagement: «Ich freue mich, mit den Jugendlichen arbeiten zu können. Ich hoffe, sie können nicht nur von mir, sondern auch ich auf meinem Weg zum Trainer von ihnen profitieren zu können». In der Radsportschule Sulz-Gansingen können nicht nur Jugendliche, die Radrennen bestreiten wollen, mitmachen. «Bei uns sind Jugendliche willkommen, sobald sie Velofahren können. Ideal ist es, ab dem achten Altersjahr mitzumachen. Die Radsportschüler lernen bei uns nicht nur schnell velofahren, sondern auch das Velo zu beherrschen und sich im Strassenverkehr richtig zu verhalten», führt Jonas Weiss aus. Spass und Kameradschaft stehen im Vordergrund. «Im jugendlichen Alter ist das genau so wichtig wie sportliche Erfolge. Auch der Gemeinschaftssinn wird bei uns grossgeschrieben, obwohl Radsport an und für sich eine Einzelsportart ist», betont Weiss.

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