Bildhauer Erwin Rehmann ist gestorben

Di, 15. Dez. 2020

Am Freitag, 11. Dezember, ist der Bildhauer Erwin Rehmann im Alter von 99 Jahren verstorben. Der 1921 geborene Künstler hat schon in den frühen 50er-Jahren Schweizer Skulpturgeschichte geschrieben. Er machte sich einen Namen als Schöpfer von eisernen Raumereignissen und Lichtfiguren. 1956 war er an der Biennale in Venedig im Schweizer Pavillon präsent. Später wandte er sich dem Metall Bronze zu und richtete in seinem Atelier in Laufenburg eine eigene Giesserei ein. Er entwickelte eine Vielfalt von neuartigen Gusstechniken, experimentierte mit verschiedenen Legierungen und wurde zum Erzähler in der Sprache der Metalle. Immer wieder beschäftigte ihn der Dialog mit der Materie. Er schrieb: «Wer kann es fassen, dass in einer Handvoll Erde derartige Kräfte gespeichert sind?»

Seine Werke wurden international gezeigt und anerkannt. Sie sind auch im öffentlichen Raum an verschiedenen Orten in der Schweiz präsent. 2001 gründete er das Rehmann-Museum in Laufenburg, wo ab September 2021 eine Ausstellung zum 100. Geburtstag mit Werken aus verschiedenen Schaffensperioden bis zu den jüngsten Werken zu sehen sein wird. Bis zuletzt hat Rehmann unermüdlich und innovativ neue Skulpturen entworfen und gemeinsam mit Daniel Waldner realisiert.

Erwin Rehmann ist in seinem Wohnort Laufenburg gestorben und hinterlässt neben seinem bildhauerischen Werk seine geliebte Familie und einen grossen Freundeskreis. (mgt)

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