«Wir wussten, dass es Widerstand gibt»

Do, 10. Dez. 2020

Es war eine klare Sache am vergangenen Freitag: Die Magdener Gemeindeversammlung lehnte mit grossem Mehr den Kredit von 3,125 Millionen Franken für den Neubau des Bauamtes auf dem Areal des Forstwerkhofes ab. Gemeindeammann André Schreyer erklärt im Interview, wie es jetzt weitergeht.

Valentin Zumsteg

NFZ: Herr Schreyer, das Resultat war deutlich. Mit 86 Nein zu 27 Ja lehnte die Gemeindeversammlung den Kredit für das neue Bauamt ab. Sind Sie enttäuscht?
André Schreyer:
Wir haben viel Zeit und auch Geld in das Projekt investiert. Zudem haben drei Abstimmungen im Vorfeld zu dieser Gemeindeversammlung stattgefunden (Kauf Parzelle Einwohnergemeinde mit dem Ziel, ein Bauamt zu erstellen, Verkauf Parzelle durch Ortsbürgergemeinde und Projektierungskredit durch Einwohnergemeinde). Alle wurden mit grosser Mehrheit angenommen. Deshalb ja, wir sind enttäuscht.

Haben Sie mit Opposition gerechnet?
Ja, wir wussten, dass es Widerstand gibt.

Haben Sie auch mit einem Nein gerechnet?
Nein, nicht im Vorfeld. Als am Abend die Zusammensetzung der Versammlung klar war, war auch klar, dass es schwierig werden würde.

Was ist aus Ihrer Sicht das Hauptargument der Gegnerschaft?
Gutes Projekt am falschen Ort, da kein Erweiterungsspielraum, die Entsorgungsstelle nicht dort und zu weit weg.

Wie geht es jetzt weiter mit dem Projekt Bauamt?
Dazu wird sich der Gemeinderat nächsten Montag und an der Klausur im nächsten Jahr Gedanken machen.

Gibt es alternative Standorte für ein neues Bauamt?
Es gibt Parzellen in der richtigen Bauzone (öffentliche Bauten und  Anlagen) und im Besitz der Gemeinde. Ob sie wirklich geeignet sind und ob der Gemeinderat sie als Alternative will, muss noch besprochen werden.

Ist es denkbar, auf einen Neubau zu verzichten und mit dem bisherigen Bauamt weiterzumachen?
Möglich ist fast alles, die Frage ist, ob es sinnvoll ist. Dies eher nicht.

Ist der Standort beim Forstwerkhof für einen Neubau definitiv gestorben?
Im Moment ja.

Ist nach dem Nein auch das Outsourcing des Bauamtes ein Thema?
Dies wird Bestandteil der Diskussion im Gemeinderat sein.

Die Gemeinde Magden hat vor ein paar Jahren die Nachbarparzelle beim heutigen Bauamt gekauft, mit dem Ziel, auf dem Gesamtareal eine Wohnüberbauung realisieren zu lassen. Was bedeutet das Nein zum Bauamt-Projekt für die Wohnbau-Pläne?
Es werden nur beide Parzellen zusammen für eine Überbauung verwendet. Somit wird dieses Projekt sicher nach hinten verschoben werden.

Kommentare

Es kann nicht sein dass grwisse Gemeinderäte ein Denkmal setzen können

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