«Bruggbach» und «Klostermatte» stehen unter Quarantäne

  18.12.2020 Frick

Steigende Fallzahlen in den Alterszentren in Frick und Laufenburg

Beim Verein für Altersbetreuung im oberen Fricktal (VAOF) hat man aufgrund der Situation reagieren müssen. Besuche in den Alterszentren sind bis voraussichtlich 6. Januar nicht mehr erlaubt.

Susanne Hörth

Es ist eine intensive Zeit für den Verein für Altersbetreuung im oberen Fricktal (VAOF) mit den beiden Alterszentren Bruggbach in Frick und Klostermatte in Laufenburg. Waren die beiden Häuser bisher einigermassen gut durch die Corona-Situation gekommen, so hat sich das in den vergangenen Tagen rapide verändert. VAOF-Geschäftsführer Andre Rotzetter spricht gegenüber der NFZ von einem Grossausbruch in beiden Alterszentren. Neben den Erkrankten, viele von ihnen würden nur leichte oder gar keine Symptome aufweisen, mussten auch drei Todesfälle beklagt werden.

Für Andre Rotzetter hat die Lebensqualität der Bewohnerinnen und -bewohner immer oberste Priorität. Insbesondere, weil die Frauen und Männer hier in den Alterszentren ihren letzten Lebensabschnitt verbringen würden. Wie die Lebensqualität sei aber auch der Schutz aller sehr wichtig. Aufgrund der hohen Fallzahlen hat der Geschäftsvorstand deshalb die sofortige unter Quarantänestellung beider Häuser bis voraussichtlich 6. Januar verfügt. Besuche sind somit vorerst nicht mehr erlaubt. Was für die in den Heimen lebenden Personen wie auch für die Angehörige gerade während der Festtage sehr schmerzlich ist. Dessen ist sich Andre Rotzetter sehr bewusst. «Es ist jetzt das eingetreten, wovor ich die ganze Zeit gewarnt habe.» An 15 Informationsabenden für die Angehörigen sei immer wieder darauf hingewiesen worden, dass man an Covid erkrankt sein könne, auch wenn keine typischen Symptome auftreten.

Es waren drei asymptomatische Personen, die unabhängig voneinander das Virus in die Alterszentren getragen haben, wo sich in der Folge die Krankheit schnell ausbreitete.

Flächendeckende Tests durchgeführt
Wichtige Hilfe bei der Nachverfolgungskette liefert auch die Smartwatch, welche alle Bewohnerinnen, Bewohner und die Mitarbeitenden in den Alterszentren tragen (die NFZ berichtete). Sie habe sich, so Rotzetter, bewährt und letztlich auch den Ausschlag gegeben, flächendeckende Tests durchzuführen. Weil die interne Infektionskette bisher noch nicht habe unterbrochen werden können, und man schwere Krankheitsverläufe bei den Bewohnerinnen und Bewohnern vermeiden möchte, sei die komplette Quarantäne letztlich unumgänglich geworden.

Grosses Lob für die Mitarbeitenden
Andre Rotzetter spricht an dieser Stelle auch dem gesamten Team der beiden Alterszentren ein riesiges Lob aus. «Die Solidarität untereinander ist extrem gross. Es wird rund um die Uhr unglaublich viel gearbeitet.» Weil sich auch Mitarbeitende infiziert haben, sind 12-Stunden-Schichten längt zur Normalität geworden, entsprechend gross sei auch die Belastung. «Sie haben unseren Respekt verdient», betont Rotzetter. Er verweist nochmals auf die schwierige Situation ohne Besuchsmöglichkeiten über die Festtage hin. Auch in diesen Tagen würden die Mitarbeitenden für die Bewohnerinnen und Bewohner ihre ganze Kraft zur Verfügung stellen.


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