Neue Velounterführung ist eingeweiht

Fr, 20. Nov. 2020
Der Kaiseraugster Gemeinderat Jean Frey (links) und Martin Bühler vom Kanton haben die Unterführung gestern ein erstes Mal unter die Räder genommen. Foto: Valentin Zumsteg

Bessere Erschliessung für Arbeitszone Kaiseraugst

Rund 2,1 Millionen Franken hat die neue Velounterführung bei der Landstrasse in Kaiseraugst gekostet. Gestern war die Einweihung, eröffnet wird sie aber erst übernächste Woche.

Valentin Zumsteg

Bald geht es untendurch: Am Donnerstag ist in Kaiseraugst die neue Velo- und Gehweg-Unterführung beim Reitstall an der Landstrasse eingeweiht worden. Bis zur eigentlichen Inbetriebnahme dauert es aber noch eine gute Woche, weil es bei den Bauarbeiten, die Ende Mai begonnen haben, zu Verzögerungen kam.

«Es hat nur Sinn, wenn es gebraucht wird»
Dank der neuen Unterführung wird die Arbeitszone rund um die Roche besser mit der bestehenden Radroute 500 verbunden. Damit soll die Attraktivität des Langsamverkehrs erhöht werden. Im Idealfall steigen dadurch mehr Leute für den Arbeitsweg auf das Velo um. Der Kaiseraugster Vizepräsident Markus Zumbach wünscht sich, dass die neue Unterführung intensiv genutzt wird: «Ein solches Werk hat nur einen Sinn, wenn es auch gebraucht wird», sagte er anlässlich der Einweihung. Die Kosten für die neue Unterführung belaufen sich auf 2,12 Millionen Franken. Roche beteiligt sich mit 200 000 Franken, dies ist Teil des mit dem Kanton und der Gemeinde vereinbarten Mobilitätskonzeptes. «Für uns ist es wichtig, dass unser Areal gut erschlossen ist», sagte Ingo Pohl von der Roche. Auch der Bund greift in die Tasche, er übernimmt im Rahmen des Agglomerationsprogramms (dritte Generation) einen Anteil von 40 Prozent an den effektiven Kosten. Den Rest trägt der Kanton Aargau, der auch Bauherr ist. «Wir haben bezüglich Velowegen im Aargau noch einiges zu tun», sagte Martin Bühler, Leiter Realisierung bei der Abteilung Tief bau des Aargauer Baudepartementes.

Hart und unterhaltsfrei
Beim Material für die neue Verbindung setzt der Kanton auf Langlebigkeit: «Die Fahrbahn in der Unterführung wurde nicht wie üblich mit Gussasphalt hergestellt, sondern mittels ultrahochfestem Faserverbund-Baustoff überzogen. Dieses Material ist extrem hart und unterhaltsfrei. Es sollte für die nächsten 100 Jahre halten», erläuterte Projektleiter Peter Widmer vom kantonalen Baudepartement.

Ebenfalls übernächste Woche soll die Landstrasse, die auf diesem Teilstück 15 Zentimeter angehoben werden musste, wieder dem Verkehr übergeben werden können.

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