Ein Barfussweg auf dem Mettauerberg

Do, 05. Nov. 2020
Fabian Bugmann – mit Sohn Finn – und Georg Essig freuen sich, den Barfussweg bald realisieren zu können. Foto: bz

Weiteres «Puzzleteil» des Wald- und Naturzentrums

Die Natur ist Balsam für die Seele und trägt zur Stärkung des Immunsystems bei. In der Gemeinde Mettauertal lädt nun ein weiteres Element die Leute ein, die Natur und insbesondere den Wald zu erleben.

Bernadette Zaniolo

Mit den Spiel- und Begegnungsplätzen in allen fünf Ortseilen der Gemeinde Mettauertal und einer Wald- und Naturzone auf dem Mettauerberg konnte die Gemeinde ihre Attraktivität steigern und dies trägt viel zur Lebensqualität der Bewohner bei. Der Baumlehrpfad, die Grillstelle, die Biotope sowie das Gebäude (ehemaliges Schützenhaus) werden rege genutzt. Letzteres unter anderem auch von der Naturspielgruppe oder für diverse Weiterbildungen usw. Die Waldungen auf dem Mettauerberg sind bei Spaziergängern, Wandern, Walkern und weiteren Personen beliebt – sogar bis von ennet der Aare – weil sie einfach zugänglich sind und – ist man mal auf dem «Berg» – eher flach verlaufen.

Nun soll auf dem Mettauerberg ein Barfussweg entstehen. «Es gibt in unserer Region nichts solches», sagt Fabian Bugmann. Laut dem Leiter des Forstbetriebes von Mettauertal-Schwaderloch wird der Weg zirka 200 bis 300 Meter lang sein. Für den Bau werden viele waldnatürliche Elemente eingesetzt. Der Weg wird mit Baumstämmen eingefasst. «Barfusslaufen ist das Gesündeste», sagt der Familienvater Bugmann mit einem Lächeln im Gesicht. Er ist sich bewusst, dass das Barfusslaufen bei einigen Leuten manchmal eine Überwindung braucht beziehungsweise eine Herausforderung ist. Dass sich dies lohnt, davon ist auch Forstwart Georg Essig überzeugt. Mit dem Barfussweg könne die Natur den Menschen «nochmals» auf eine einfache Art nähergebracht werden. Und etwas Matsch beziehungsweise Dreck hat wohl noch keinem geschadet. Heute sind viele Menschen zu steril unterwegs und oft auch weit weg von der Natur. «Nur in der Natur wird der Stress reduziert», sagte der Sankt Galler Kinderneurologe und Fachmann für Biodiversität Markus Weissert kürzlich in der Sendung «Puls». Zwar sei es nicht durch Studien belegt, aber bei einem wöchentlichen Spaziergang von zwei Stunden im Wald dauere die Stressentlastung über vier Wochen an. Weniger Stress ist wiederum gut für das Immunsystem.

Die Idee für den Barfussweg kam gemäss Fabian Bugmann vom Forst, dem Nordic Walking-Verein Mettauertal und Anregungen aus der Bevölkerung, dies unter anderem an einem von der Gemeinde organisierten Workshop zum Thema Wald. Das Projekt wird finanziell aus einem Fonds des Kernkraftwerk Leibstadt unterstützt, der nachhaltige Projekte zum Gemeinwohl fördert. Apropos Gemeinwohl: Damit man nach der Benutzung des Barfussweges nicht «dreckigen Fusses» in die Schuhe muss, soll beim Wald- und Naturzentrum eine «Waschanlage» für die Füsse errichtet werden.

Das Baugesuch für den Barfussweg liegt derzeit auf der Gemeindeverwaltung Mettauertal auf. Gemäss Fabian Bugmann liegt die Bewilligung des Kantons (Abteilung Wald) bereits vor. Läuft alles nach Plan, so wird der Barfussweg im Frühling eröffnet.

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