Der Stammesälteste bleibt motiviert

Di, 20. Okt. 2020
Gewählt ist: Regierungsrat Hürzeler. Foto: Archiv NFZ

Mit Alex Hürzeler ist das Fricktal im Regierungsrat weiter vertreten

87 413 Stimmen reichen Alex Hürzeler (SVP) deutlich, um als Regierungsrat die Wiederwahl zu schaffen. «Das motiviert, weitere vier Jahre in Angriff zu nehmen», sagt er.

Ronny Wittenwiler

Wenn sich Politiker noch vor geschlagener Schlacht als Sieger sehen, könnte das bisweilen als arrogant ausgelegt werden. Ein gelassener Alex Hürzeler, gerade aus Aarau zurück in seinem Oeschgen, sagte am Sonntagabend mit staatsmännischer Demut: «Als bisher Amtierender bin ich mit Zuversicht in diese Wahlen gegangen.»

Gegen 14 Uhr an diesem Wahltag war offiziell, womit alle gerechnet hatten: Alex Hürzeler wird im ersten Wahlgang bestätigt. Hinter Markus Dieth (CVP, 95611 Stimmen) und Stephan Attiger (FDP, 95404) vereinigt Hürzeler 87 413 Stimmen auf sich. SVP-Parteikollege Jean-Pierre Gallati, erst seit 2019 im Amt, schaffte mit 74 492 Stimmen die Wiederwahl ebenfalls. Als fünfter komplettiert neu Dieter Egli (SP) den Regierungsrat, der Nachfolger des abtretenden Urs Hofmann (SP) kam auf 69 747 Stimmen.

«Möchte die Umsetzung begleiten»
Hürzeler bleibt also vier weitere Jahre im Amt, die neue Legislatur wird bereits seine vierte und alles deutet daraufhin, dass der Fricktaler weiterhin dem Bildungsdepartement vorstehen wird. «Wichtige Themen wie etwa der Lehrplan 21 oder die neuen Führungsstrukturen der Volksschule wurden in der jetzigen Amtsperiode aufgegleist. Ich möchte nun auch die Umsetzung weiter begleiten.» Es sei davon auszugehen, sagt Hürzeler, dass er sein Departement behalte. Eine Rochade zeichne sich nicht ab, «aber selbstverständlich werden jetzt zuerst einmal alle Gewählten die Köpfe zusammenstecken.» Ganz Kollegialbehörde eben. Bemerkenswert ist aber aus Fricktaler Optik: Hürzeler (55) tritt die neue Legislatur als amtsältestes Mitglied des Regierungsrats an – zusammen mit dem nun ausscheidenden Urs Hofmann sitzt er seit 1. April 2009 in der Aargauer Exekutive. «Das Wahlresultat ist eine schöne Bestätigung und Freude. Das motiviert, die nächsten vier Jahre in Angriff zu nehmen», sagt der Stammesälteste aus dem Fricktal.

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