«Ich rechne nicht mit einem zweiten Lockdown»

Di, 20. Okt. 2020
Die Besucherfrequenz in der Altstadt war in den vergangenen Monaten hoch, sagt Marco Veronesi. Foto: Gerry Thönen

Marco Veronesi ist zuversichtlich für das Weihnachtsgeschäft

Der Präsident der Rheinfelder Detaillistenvereinigung Pro Altstadt blickt trotz der aktuellen Corona-Situation verhalten-optimistisch in die Zukunft. Nach dem Lockdown im Frühjahr habe sich das Geschäft bei zahlreichen Läden wieder erholt.

Valentin Zumsteg

Derzeit gibt es wegen der Corona-Krise viele schlechte Nachrichten. Doch Marco Veronesi, Präsident der Rheinfelder Detaillistenvereinigung Pro Altstadt, will nicht Trübsal blasen: «Ich schätze die wirtschaftliche Lage positiv ein. Die Besucherfrequenz in der Rheinfelder Altstadt war in den vergangenen Monaten hoch, höher als vor der Krise.» Er erklärt sich dies damit, dass mehr Leute in der Schweiz bleiben, Ausflüge in der Nähe machen und regional einkaufen. «Wie ich aus meinem Umfeld höre, konnten zahlreiche Geschäfte gute Umsätze erzielen.»

Einbussen wieder wettgemacht
Dies gilt auch für sein eigenes Optik-Geschäft. Im Frühjahr, während des Lockdowns, musste er massive Umsatzeinbussen hinnehmen. Zwar durfte er seinen Laden offenhalten, aber nicht alles verkaufen. Der Umsatz ging damals um bis zu 80 Prozent zurück. Veronesi rechnete deswegen auf das ganze Jahr gesehen mit einem beträchtlichen Rückgang. Mittlerweile sieht die Sache aber anders aus: «Ich konnte seit dem Ende des Lockdowns alles aufholen. Der Umsatz bis Ende September ist auf dem Vorjahresniveau. Ich bin sehr erleichtert.» Damit stehe er nicht alleine da. «Viele Geschäfte haben in den vergangenen Monaten mehr Umsatz gemacht als erwartet.» Schwieriger sei die Situation in der Gastrobranche. Dort sei es wohl unmöglich, den Umsatzausfall, der während der Schliessung resultierte, wieder wett zu machen. Für das Weihnachtsgeschäft ist Veronesi zuversichtlich: «Ich bin guten Mutes. Ich rechne nicht damit, dass es einen zweiten Lockdown geben wird. Auch wenn die Fallzahlen wieder steigen, können wir jetzt besser damit umgehen – davon bin ich überzeugt.» Veronesi glaubt, dass die Konsumenten sich und ihren Lieben etwas gönnen wollen und bei den Geschenken grosszügig sein werden. «Ich schätze die Konsumentenstimmung als gut ein.» Gegen die neu eingeführte Maskenpflicht in den Geschäften hat er nichts einzuwenden. «Ich glaube, die Leute haben bereits gelernt, mit der Situation umzugehen.» Er und sein Personal trugen im Geschäft schon bislang Masken, wenn sie den Kunden zum Beispiel eine Brille anpassen mussten und den Abstand deswegen nicht einhalten können.

City-Management: Stelle schnell wieder besetzen
Im Gespräch kommt er auch auf den angekündigten Abgang der ersten Rheinfelder City-Managerin zu sprechen. Wie die NFZ berichtete, wird Sarina Pensa die Stadt per Ende Jahr verlassen. «Ich bedaure diesen Entscheid sehr. Das ist aber kein Grund für uns, den Kopf in den Sand zu stecken.» Der Vorstand sei nach wie vor der Meinung, dass das City-Management eine grosse Chance für Rheinfelden biete. «Es gilt nun so rasch wie möglich eine neue Person zu finden und in Zusammenarbeit mit Sarina Pensa herauszufinden, was noch besser gemacht werden kann, um in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen.»

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