Werkhofmitarbeiter sammeln viel Müll ein

Fr, 11. Sep. 2020
Es kommt viel Abfall zusammen im öffentlichen Raum. Fotos: Valentin Zumsteg

Rund 20 Prozent mehr Abfall als im Vorjahr haben die Mitarbeitenden des Rheinfelder Werkhofs in diesem Jahr auf öffentlichen Plätzen eingesammelt. Wegen Corona geschieht dies mit besonderen Schutzmassnahmen.

Valentin Zumsteg

Es fällt viel Müll an in Rheinfelden – in diesem Jahr besonders. Maurizio Mugavero und Raymond Hofmann von der Strassengruppe des Werkhofs Rheinfelden kommen gerade zurück von einer Abfallkübel-Tour. Sie kippen den Inhalt der Ladefläche ihres kleinen Piaggo-Lasters in eine Mulde beim Werkhof. Leere Dosen und Flaschen, Karton und Papier, Plastiktaschen und Lebensmittelverpackungen sind zu sehen. Wegen Covid-19 tragen beide Männer Schutzmasken und Hofmann, der die Kübel leerte, zusätzlich auch einen Schutzanzug.

Mehr zu tun wegen Lockdown
Insgesamt 160 öffentliche Abfalleimer und 84 Robidogs gibt es in Rheinfelden. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre landeten dort jährlich rund 80 Tonnen Kehricht. «In diesem Jahr haben wir bislang zirka 20 Prozent mehr Abfall eingesammelt als im Vorjahr», erklärt Strassenmeister Markus Hasler, der die Strassengruppe leitet. «Als der Lockdown begann, haben wir das schnell gemerkt. Gewisse Robidogs an Waldrändern mussten nun täglich statt einmal pro Woche geleert werden», schildert Hasler. Das hat aber nichts mit Hunden, sondern vor allem mit den Menschen zu tun. Mehr Leute verbrachten ihre Freizeit in der Natur und hinterliessen Müll – nicht nur in den Robidogs und den Abfalleimern, sondern auch am Boden. «Wir wurden häufiger von Bürgern darauf aufmerksam gemacht, dass irgendwo Abfall liegt. Den haben wir dann eingesammelt», erklärt Hasler. Das wird in der Bevölkerung positiv aufgenommen: In den vergangenen Tagen haben sich gleich mehrere Leser bei der NFZ gemeldet und den Einsatz der Werkhof-Mitarbeiter gelobt. «Es ist schön, dass die Arbeit geschätzt wird», freuen sich Markus Hasler und sein Team. Hasler weist daraufhin, dass es nicht nur Junge sind, die teilweise den Abfall einfach irgendwo liegenlassen oder hinschmeissen: «Die meisten Leute verhalten sich korrekt. Ein paar wenige schwarze Schafe gibt es wohl in allen Altersgruppen.»

Mehr Abfall, weniger Veranstaltungen
Normalerweise ist die Abfalltour an fünf Tagen pro Woche unterwegs. In den Sommerferien reichte das nicht, da waren die Männer an sieben Tagen im Einsatz. Zusätzlich gibt es ein kleines Team, das für die beiden Stadtpärke zuständig ist und täglich im Einsatz steht. «Wir haben mit dem Abfall mehr zu tun. Auf der anderen Seite gibt es deutlich weniger öffentliche Veranstaltungen der Stadt, das merken wir auch», erklärt Hasler. Er wünscht sich, dass alle ihren Abfall korrekt entsorgen.

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