Nette Toilette für Besucher von Rheinfelden

Fr, 25. Sep. 2020
Unkompliziert: In Geschäften mit diesem Kleber dürfen Besucher die Toilette benutzen, so wie zum Beispiel im «Kinderkram» von Ulrike Sammarchi. Foto: zVg

Aktion des City-Managements

In Rheinfelden soll der Aufenthaltskomfort im Städtchen verbessert werden. Dazu gehört auch, dass in einigen Geschäften die Besucher die Toilette nutzen können, ohne dass sie etwas kaufen müssen.

Valentin Zumsteg

«Das ist ein Kundenservice für alle Besucher in der Altstadt, egal ob diese gerade am Konsumieren sind oder nicht», erklärt die Rheinfelder City-Managerin Sarina Pensa. Sie hat die Idee lanciert, dass Rheinfelder Geschäfte ihre Toiletten für Besucher kostenlos zur Verfügung stellen. Die Läden und Restaurants, die mitmachen, werden mit einem Kleber («Unser WC ist für Sie geöffnet») gekennzeichnet.

Gute Aufenthaltsqualität
«Es ist wichtig, dass wir den Besuchern in der Stadt eine gute Aufenthaltsqualität bieten. Daran arbeiten wir stetig, in dem wir unseren Kundinnen und Kunden Komfort bieten. Nicht alle Toiletten in Geschäften sind gut zugänglich für die Kunden, deshalb möchten wir diese markieren, die nutzbar sind. Restaurants dürfen natürlich auch mitmachen. Da geht es vor allem darum, mitzuteilen, dass die Toiletten genutzt werden dürfen ohne Konsumationszwang», erklärt Pensa. Die Geschäfte werden für diesen Service nicht entschädigt. «Das ist Teamwork», betont sie. Die Kleber sollen den Besuchenden die Sicherheit geben, dass es erlaubt ist, die Waschräume zu nutzen und man dafür nicht extra fragen muss. «Diese Barriere des Fragens ist in der Schweizer Kultur relativ hoch. Den Leuten ist es oft unangenehm, nach der Toilette zu fragen oder sie denken, dafür muss man etwas kaufen oder konsumieren. Wir möchten einfach, dass Besucher sich wohl fühlen in Rheinfelden», schildert Pensa weiter.

Möglichkeit zum Händewaschen
Sie nennt noch einen anderen Aspekt, der gerade in der Corona-Zeit von Bedeutung ist: «Es ist wichtig, dass wir den Leuten eine Möglichkeit anbieten, sich die Hände regelmässig waschen zu können. Nicht alle wollen und können mehrmals täglich Desinfektionsmittel nutzen, deshalb ist das Angebot zum Händewaschen umso wichtiger für die Gesundheit aller in der Altstadt.» Bislang machen zwei Geschäfte mit: «Kinderkram» und «Veronesi Optik». Doch es sollen deutlich mehr werden. «Das Ziel sind mindestens zehn oder mehr Toiletten-Zugänge. Das Projekt ist noch im Auf bau. Ich gehe aber davon aus, dass es rasch auf Begeisterung stossen wird», sagt Pensa.

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