Nachwuchs und Spitzenfahrer am Start

Do, 03. Sep. 2020
Reto Müller (links) und Marc Hirschi waren die beiden letzten Schweizer, die den GP Rüebliland gewannen. Hirschi wurde 2018 U-23-Weltmeister und vergangenen Sonntag Zweiter der Tour de France-Etappe. Foto: Neli Widmer

Radsportwochenende in Sulz

Am Samstag findet das zum Fricktaler-Cup zählende Bergrennen auf den Sulzerberg statt. Am Sonntagmorgen ist Sulz Start- und Zielort der Schlussetappe des in diesem Jahr zum 44. Mal ausgetragenen «GP Rüebliland».

August Widmer

Der Radsport-Kalender wurde wegen der Corona-Pandemie sowohl auf internationaler wie auch auf lokaler Ebene ziemlich durcheinandergewirbelt. Geplant war, dass in Sulz Ende Juni das Fricktalische Mannschaftsfahren stattfindet. «Das Mannschaftsfahren hat bei uns Tradition. Auch in diesem Jahr hätten wir es gerne wieder mit dem Bierfest kombiniert. Dieser Anlass brachte uns immer etwas Geld in die Vereinskasse», weiss Lukas Zumsteg. Der frühere Profi ist heute Präsident des Radfahrer-Vereins «Helvetia» Sulz. Aus dem Mannschaftsfahren wurde nichts. Als die Sulzer jedoch hörten, dass der Grand-Prix Rüebliland, das internationale Etappenrennen vom 4. bis 6. September zum 44. Mal durch den Aargau rollt, reagierten sie rasch. «In diesem Jahr fahren gleich drei Junioren des RV Sulz am Rüebliland mit. Fabian Weiss ist in der Nationalmannschaft dabei, Dominik Weiss und Jonas Stäuble fahren im Team Aargau. Da war es für uns Ehrensache, dass wir die Schlussetappe durchführen». Die Schlussetappe des GP Rüebliland beginnt am Sonntagmorgen um 9 Uhr in Sulz und geht dort kurz vor 12 Uhr zu Ende.

Fricktalisches Bergrennen am Samstag
Obwohl sie die Schlussetappe des GP Rüebliland durchführen, wollten die Sulzer auch den Fricktaler Verband nicht im Stich lassen. «Am Samstag findet auf den Sulzer Strassen das Fricktalische Bergrennen statt», berichtet Zumsteg. Ab 9.30 Uhr finden die Massenstart-Rennen der verschiedenen Kategorien statt. Ab 12 Uhr wird in Form eines Einzelzeitfahrens auf den Sulzerberg gefahren. Sieger wird, wer in beiden Rennen die schnellste Zeit realisiert. In Sulz kommen also nicht nur der internationale Nachwuchs, sondern auch die einheimischen Rennfahrerinnen und Rennfahrer zu einer in dieser Corona-Zeit seltenen Startgelegenheit.

Prominente Sieger
Beim «GP Rüebliland» zeigt es sich meistens erst später, ob sich ein Sieger zu einem Spitzenfahrer entwickelt. Und doch haben gerade in den letzten Jahren Fahrer die Etappenfahrt durch den Aargau gewonnen, die heute zur Profi-Spitze zählen. So finden sich in der Siegerliste der letzten Jahre prominente Namen wie Bob Jungels, Luxemburg (Sieger 2010), Mathieu van der Poel, Holland (2013) und Leonard Kämna, Deutschland (2014). Auch die Schweizer müssen sich nicht verstecken. Marc Hirschi, der U-23-Weltmeister von 2018 und Zweiter der zweiten Etappe der diesjährigen Tour de France, gewann 2015 den GP Rüebliland. Ein Jahr später, als mit Reto Müller der letzte Schweizer den Gesamtsieg holte, wurde Hirschi Dritter. Diese Namen zeigen, dass der «Grand Prix Rüebliland» für Rennfahrer aus dem In- und Ausland das Sprungbrett für eine Karriere auf hohem Niveau sein kann. Da kann man gespannt darauf sein, wer am Sonntag in Sulz Gesamtsieger der diesjährigen Rundfahrt durch den Aargau wird. Und man tut gut daran, sich den Namen des Siegers von Sulz zu merken.

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