Grosses Jubiläum im kleinen Rahmen

Di, 15. Sep. 2020
Die beiden Co-Präsidenten des Natur- und Vogelschutz Möhlin, Markus Kasper (links) und Hansruedi Böni (rechts), zusammen mit Martin Hohermuth, OK-Präsident des Fests und langjähriger Präsident des Natur- und Vogelschutz Möhlin. Foto: Barbara Saladin

Die Storchenstation feierte ihren 50. Geburtstag

Als Dank für die grossartige Unterstützung feierte die Storchenstation Möhlin gemeinsam mit Sponsoren und Helfern ihr Jubiläum – und präsentierte dabei einiges an Neuem.

Barbara Saladin

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass freiwillige Helfer des Natur- und Vogelschutz Möhlin (NVM) mit dem Bau einer Storchenstation am damaligen Dorfrand begannen. 1970 ging es dem Weissstorch in der Schweiz nämlich miserabel, und nach der Auswilderungsstation Altreu wurden auch an anderen Orten Storchenstationen errichtet, um Meister Adebar dabei zu helfen, bei uns wieder Fuss zu fassen.

Dieses Vorhaben gelang. Mittlerweile brüten in der Schweiz wieder über 600 Storchenpaare – rund ein Viertel davon in der Nordwestschweiz – und die Storchenstation Möhlin konnte am vergangenen Freitag ihren 50. Geburtstag feiern. Dieses Jubiläum war ursprünglich als zweitägiges Volksfest geplant gewesen, welches aber, wie so vieles dieses Jahr, abgesagt werden musste. Stattdessen feierte der Naturund Vogelschutz Möhlin mit Sponsoren und Helfenden im kleinen Rahmen in der Halle einer benachbarten Gartenbauf irma, die ebenfalls einen runden Geburtstag feiern kann: den Dreissigsten.

Martin Hohermuth, OK-Präsident des Fests und langjähriger Präsident des Natur- und Vogelschutz Möhlin, liess die 50-jährige Geschichte der Storchenstation in vielen Fotos Revue passieren. An deren Anfang standen elf Störche aus Altreu, die in Möhlin in ihre Gehege kamen. 25 Jahre später wurde die grosse Flugvoliere gebaut; damals lebten darin Jungstörche des Auswilderungsprojekts, heute ist es das Zuhause des neuen Stars der Station, des Schwarzstorchs Coronero. Seit vielen Jahren werden die Weissstörche nicht mehr gefüttert, sondern leben gänzlich frei in und um die Storchenstation, wo dieses Jahr exakt der 1000. Storchennachwuchs beringt werden konnte. Hohermuth erwähnte auch die allmähliche Umwandlung in ein Informationszentrum über die Natur – einen Anfang machen dabei neue Infotafeln sowie eine Trockenmauer für Wildbienen.

Das Buch: «ein Wunschkind»
Ein Teil des Storchenstation-Jubiläums, das trotz Corona stattfinden konnte, war ein Zeichnungswettbewerb, an dem mehrere Klassen der Primarschule Möhlin teilnahmen. NVM-Co-Präsident Markus Kasper gab die Kinder bekannt, die mit ihren Kunstwerken den ersten Preis gewannen: Nico Irion, Mina Manfredotti, Nik Märkle, Suemi Neff und Sophie von Schwerin. Die Erstplatzierten werden gemeinsam mit den Zweit- und Drittplatzierten nächstens noch direkt benachrichtigt. Danach stellte Co-Präsident Hansruedi Böni eine weitere Überraschung vor – «ein Wunschkind, das alle wollten», wie er sagte: Ein Bilderbuch mit einer kindgerechten Geschichte aus der Storchenstation. Das Buch «Bianca und Pico» wird am nächsten Dienstag offiziell aus der Taufe gehoben und ist ab dann an verschiedenen Orten in Möhlin erhältlich. Unter anderem natürlich in der Storchenstation.

Auf zwei Kurzführungen durch die Station – die übrigens nach wie vor auf freiwillige Helfer angewiesen ist – zeigte deren Leiter Bruno Gardelli schliesslich den Interessierten, wie ein Teil der Sponsorengelder bereits zu einer Aufwertung der einen Seite der Station geführt hat. Bartmeisen, Waldkäuze und Steinkäuze leben in neuen Volieren, und im Sommer frisch in Möhlin eingezogen ist auch ein Turteltaubenpaar.

Die Gehege auf der anderen Seite der Station warten derweil noch auf ihre Renovation. Die Arbeit wird den Storchen- und Naturfreunden von Möhlin also noch lange nicht ausgehen.

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