Vor allem Gemüse, Joghurt und Brot werden geteilt

Fr, 07. Aug. 2020
Eigentlich findet sich immer etwas im öffentlichen Kühlschrank, sagen die Organisatoren. Foto: zVg

Foodsharing in Rheinfelden: Organisatoren ziehen positive Bilanz

Seit Anfang Juni können beim Bahnhof Rheinfelden überschüssige Lebensmittel geteilt werden. Das Angebot wird bisher gut genutzt, sagen die Organisatoren. Sie wünschen sich aber noch mehr Spender.

Valentin Zumsteg

«Unser Foodsharing-Point läuft sehr gut. Die Akzeptanz ist gross und wir erhalten viel Lob für dieses Projekt, sowohl von der Bevölkerung als auch von den SBB», erklärt Béa Bieber gegenüber der NFZ. Die GLP-Präsidentin gehört zu den Initianten des neuen Angebots in der ehemaligen Telefonkabine neben dem Bahnhofskiosk in Rheinfelden. Seit Anfang Juni können dort überschüssige Lebensmittel geteilt werden (die NFZ berichtete). Ein öffentlicher Kühlschrank und ein Gestell sind dazu eingerichtet worden.

«Kühlschrank ist selten leer»
Die Menge der Lebensmittel, die geteilt wird, ist gemäss Bieber sehr unterschiedlich: «Mal mehr, mal weniger. Auf jeden Fall sieht man, dass Menschen manchmal zu viel einkaufen.» Vor allem Gemüse, Joghurt und Brot sind häufig im kostenlosen Angebot. Eigentlich finde sich immer etwas im Kühlschrank, führt Bieber weiter aus: «Es gibt wenige Tage, an denen der Kühlschrank bei der Kontrolle leer ist. Wir wünschen uns aber noch mehr Spender. Wir sind sicher, dass noch nicht alle das Angebot kennen, es aber wohl nutzen würden.» Auf der anderen Seite haben Béa Bieber und das Team noch nie Lebensmittel entsorgen müssen, die zu lange im Kühlschrank geblieben sind.

Bei einem solchen Projekt ist die Sauberkeit wichtig: «Wir reinigen bei Bedarf täglich oder sonst mindestens einmal wöchentlich. Dazu wird ein Protokoll erstellt», schildert Bieber. Froh und dankbar ist sie, dass es bisher zu keinem Vandalismus gekommen ist.

Bieber ist überzeugt, dass der Foodsharing-Point noch sehr viel Potential hat: «Wir sind sehr zufrieden bisher. Wir müssen jedoch weiterhin auf allen möglichen Ebenen das Angebot bekannt machen und bekannt halten.» Als ideal habe sich der Standort beim Bahnhof bewährt.

Verschwendung vermeiden
Das Team des Foodsharing-Points Rheinfelden wünscht sich, dass keine gekauften Lebensmittel mehr weggeworfen werden, sondern wirklich alles verwertet oder geteilt wird. Bieber: «Wichtig ist, dass schon im Laden darauf geachtet wird, nur das zu kaufen, was man wirklich benötigt. Damit kann nachhaltig ein Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittel-Verschwendung geleistet werden.»

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