Ein spannender Sommer-Hit

Di, 04. Aug. 2020
Am Rathaus gegenüber dem Laufenbrunnen war der Startschuss für die Stadtführung.

Verein Tourismus Laufenburg bietet Stadtführungen für Daheimgebliebene

Mit den Stadtführungen des Fördervereins Tourismus Laufenburg lässt es sich vortrefflich eintauchen in die Geschichte der Waldstadt. Bis Ende September gibt es die Führungen jeden Sonntag kostenlos. Start ist jeweils um 14 Uhr am Laufenbrunnen auf Schweizer Seite. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Hildegard Siebold

Corona hält die Welt in Atem. Viele Menschen verbringen die Sommerferien im eigenen Land. Um ihnen auch «Dehei» etwas Besonderes zu bieten, hat der Förderverein Tourismus Laufenburg als Sommer-Hit bis Ende September kostenfreie sonntägliche Stadtführungen ins Leben gerufen. Zur Premiere am Sonntag kamen zehn Gäste. Manch einem war Laufenburg längst ein Begriff, andere lernten das historische Städtchen ganz neu kennen. Dass dieses Kennenlernen zu einem spannenden Erlebnis wurde, durfte sich Stadtführer Pattric Grzybek auf die Fahnen schreiben. Mit geschichtlichem Wissen und viel Humor lotste er die Gruppe durch die schmalen Gassen und alten Gemäuer des Habsburgerstädtchens. Und das in allerschönstem Hotzenwälder Dialekt. «Mein Schweizer Herz pumpt Blut ins deutsche Hirn», verriet er schmunzelnd. Im Hotzenwald gross geworden, vereint er deutsche und Schweizer Wurzeln in sich. Irgendwann lockte ihn der Beruf ins schöne Schweizer Städtchen, in dem er heute als Doppelbürger lebt. «Laufenburg – zwei Länder eine Stadt».

Beim Gang über die Laufenbrücke klärte der Stadtführer über die Begriffe «mindere Stadt» (die kleinere Altstadt auf badischer Seite) und «mehrere Stadt» (das grössere Schweizer Städtchen) auf. Das hoch über der badischen Seite aufragende Laufenburger Schlössle vor Augen, erfuhren die Teilnehmer die Geschichte der Amerikanerin Mary Codman, die sich auf einer Reise ins schöne Laufenburg verliebte und zu einer bedeutenden Mäzenin und Ehrenbürgerin der Stadt wurde. Natürlich dürfen bei einer Führung durch die Waldstadt Begrifflichkeiten wie «Louffen» (Stromschnellen) und Salm (Lachs) nicht fehlen. «Laufenburger Salm galt als Delikatesse an Höfen», informierte der Stadtführer, bevor die Tour vom Laufenbrunnen weiter ging hinab in die Badstube mit Blick auf das Rheinkraftwerk. Von unten am Rhein ging es über schmale Gassen und Steintreppen hoch hinauf bis zur Burg. «Schliesslich habt ihr ja das ganze Paket inklusive Fitness-Programm gebucht», scherzte Stadtführer Pattric Grzybek oben angekommen selbst ein wenig ausser Atem.

Technik macht es möglich
Dank der neuen Audiogeräte, die bei der ersten Sommer-Tour des Fördervereins von seinem Präsidenten Mirko Purgato getestet wurden und hervorragend funktionierten, konnten in Corona-Zeiten die Abstände immer problemlos eingehalten werden. Auf dem Schlossberg bot sich ein herrlicher Rundumblick, bevor nach kurzem Abstieg eine Visite in der römisch-katholischen Kirche St. Johann den Abschluss der Städtetour einläutete. Noch viel hätte es zu sehen gegeben und auch wenn die erste Sommer-Tour mit Pattric Grzybek eine gute halbe Stunde länger dauerte als vorgesehen, kam keine Sekunde Langeweile auf. Wer tiefer in das schmucke Städtchen eintauchen möchte, kann dies bei den unterschiedlichen Führungen des Fördervereins Tourismus Laufenburg tun. Da gibt es neben den klassischen Stadtführungen Altstadtnachtführungen, Architekturführungen, die beliebte Graf Hans-Tour, geologische Exkursionen, eine Brunnenführung, die Salm-Tour und sogar eine Biber-Tour.

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