Zum höchsten Wasserfall im Aargau

Sa, 25. Jul. 2020
In der Bruderhöhle wohnten einst Erdmännli und -wibli.

Die Bruderhöhle und das Sagimülitäli sind einen Besuch wert. Nach der Wanderung von Effingen aus lädt eine über die Region hinaus bekannte Linde zum Verweilen und Kraft tanken ein.

Vreni Weber

Diesen Sommer verzichten viele Leute auf Ferien im Ausland, entdecken aber dafür ihre Umgebung neu und entspannen sich in der Natur. Im Oberen Fricktal versprechen die Bruderhöhle, das Sagimülitäli mit dem höchsten Wasserfall im Kanton Aargau und die Linde vom Bözberger Ortsteil Linn viel Abwechslung und bergen ungeahnte Schönheiten.

Ab der Haltestelle Schwerzbrünnli in Effingen führen die Wegweiser die Besucher erst durch ein Einfamilienhaus-Quartier, dann entlang dem Waldrand zur Bruderhöhle. Die Höhle, eine im Kalkstein gebildete Karsthöhle, wurde 2017 durch die Gemeinde Effingen saniert und für Besucher wieder zugänglich gemacht. Tische und Bänke und eine Feuerstelle laden zu einer ersten Zwischenverpflegung ein. Während grössere Kinder die Höhle und die Felsen erkunden, gibt es für die Kleineren die Geschichte von den Erdweiblein zu hören, die der Bevölkerung von Effingen viel Gutes getan haben, die dann aber durch die Neugierde der Menschen vertrieben wurden. Frisch gestärkt geht es durch den Wald und vorbei an lichten Föhrenwäldern Richtung Gallenkirch. Kurz vor dem Dorfeingang geht es rechts ins Sagimülitäli hinunter.

Den kühlen Bach stauen
Im Täli fliessen die drei Bäche, der Gallenkircher Bach, das Bächli und der Linner Bach zusammen und alle stürzen vor der Vereinigung über einen Wasserfall. Der Wasserfall des Linnerbachs ist mit seinen fünfeinhalb Metern, der höchste Wasserfall im Kanton Aargau. Es ist aber anzumerken, dass die Bäche im Sommer oft wenig Wasser führen und dass somit oftmals nur der Wasserfall des Linnerbachs zu sehen ist.

Doch in den Ausspülungen unter dem Wasserfall des Bächlis gibt es viel zu entdecken, wie kleine Frösche, die von einer Wasserlache zur nächsten hüpfen, seltene Pflanzen oder besonders schön geschliffene Steine. Mit Kindern ist hier sicher eine längere Pause einzurechnen, bis alles gesehen, der kühle Bach gestaut ist und viele Schätze geborgen sind. Auch der nahe gelegene Steinbruch, Steinlieferant für den Eisenbahntunnel durch den Bözberg (Eröffnung 1875), in welchem sich gerne Mauereidechsen sonnen, ist für Entdeckungen und einen Verpflegungshalt wie geschaffen.

Dann geht es weiter entlang von Blumenwiesen, Getreidefeldern und Obstbäumen in Richtung Linn. Beim Brunnen unterhalb dem Schulhaus Linn ist das Ziel, die Linner Linde schon recht nah. Unter der uralten Linde, die mit ihren elf Metern Umfang, viel Schatten und eine wohltuende Ruhe spendet, darf die verbrauchte Energie wieder aufgetankt werden, denn schliesslich ist die Linner Linde ein Kraftort.

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