Corona-Krise kann ihn nicht stoppen

Do, 23. Jul. 2020
«Ich freue mich auf viele Begegnungen. Vielleicht werde ich mich auch selber noch besser kennenlernen», erklärt Roland Gröflin. Foto: zVg

Die Pandemie hat seine Pläne verzögert, aber nicht gestoppt: Am 1. August startet Roland Gröflin die Umrundung der Schweiz. Ende September will der passionierte Läufer zurück sein.

Valentin Zumsteg

Es ist ein Laufprojekt mit verspätetem Start: Ursprünglich wollte der Rheinfelder Roland Gröflin am 1. Mai mit der Umrundung der Schweiz beginnen, doch das Corona-Virus und seine Auswirkungen bremsten das Projekt (die NFZ berichtete). «Im ersten Moment war ich enttäuscht», sagt Gröflin. Stoppen lässt sich der leidenschaftliche Läufer von diesem Rückschlag jedoch nicht. Nachdem der Arbeitgeber und die Familie das Okay gegeben haben, geht es jetzt am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, los. «Ich freue mich unendlich, wie ein kleines Kind. Jetzt hält mich nichts mehr zurück», erklärt der 55-Jährige, der bei der Gemeinde Stein als Leiter Bau und Planung arbeitet.

«120 Halbmarathons zurückgelegt»
«Ruds 22» nennt er sein Projekt. Die Route verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn der Schweizer Grenze entlang. Start und Ziel sind in Rheinfelden. 2000 Kilometer und 70 000 Höhenmeter liegen vor ihm. Das ergibt rund 3000 Leistungskilometer, wie er sagt. Wenn alles wie geplant läuft, wird er 61 Tage unterwegs sein. Zwei Ruhetage hat er eingeplant – mehr nicht. Der höchste Punkt auf seiner Route befindet sich auf dem Zwischbergenpass, gut 3200 Meter über Meer. Am 30. September will er zurück sein.

Das Training war intensiv. «Ich habe dieses Jahr rund 120 Halbmarathons zurückgelegt», erzählt Gröf lin. Als er wegen Corona den Start verschieben musste, hat ihm sein Trainer aber geraten, eine einmonatige Pause einzulegen. In dieser Zeit verzichtete er auf das Training und richtete sich nicht mehr strikt nach seinem Ernährungsplan. Danach ging es wieder los. Ende Juni hat er eine Trainingswoche in den Bergen verbracht, jeden Tage absolvierte er 30 bis 35 Kilometer und viele Höhenmeter. «Ich bin so fit wie noch nie», sagt Gröflin.

Insgesamt rund 15 Leute gehören zu seinem Team und unterstützen das Projekt. Ein Fahrer begleitet ihn während der ganzen Zeit mit einem Wohnmobil, dort soll er meistens übernachten. Gröf lin hat für den Notfall aber auch ein Einmann-Biwak dabei.

Das Laufen steht zwar im Zentrum, doch Roland Gröflin geht es um mehr: «Ich freue mich auf viele Begegnungen. Vielleicht werde ich mich auch selber noch besser kennenlernen.» Mit seinem Projekt will er aber auch andere inspirieren: «Ich möchte mit dieser Grenzerfahrung aufrütteln und alle dazu ermuntern, Herausforderungen anzunehmen und Träume umzusetzen. Trotz Belastung kann es immer weitergehen. Schritt für Schritt, jeden Tag.»

Gestartet wird am 1. August mit einem kleinen Event beim «Life Swiss Premium Training» an der Baslerstrasse 8 in Rheinfelden. Um 10 Uhr beginnt der Anlass, um 11 Uhr läuft Roland Gröflin los.

www.ruds22.info

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