126 Fricktaler kandidieren für den Grossen Rat

Do, 30. Jul. 2020
Wer schafft den Sprung ins Kantonsparlament? Am 18. Oktober fällt der Entscheid. Foto: zVg

Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm, der Wahlkampf hat noch nicht begonnen. Am 18. Oktober wird im Aargau das 140-köpfige Kantonsparlament gewählt. Insgesamt 1027 Kandidatinnen und Kandidaten treten an. Im Fricktal mit seinen beiden Bezirken Laufenburg und Rheinfelden sind es insgesamt 126 Kandidierende, die sich um Stimmen bewerben. Mit Franco Mazzi (FDP) und Tanja Primault-Suter (SVP) verzichten zwei Bisherige auf eine erneute Kandidatur. (vzu)


126 Fricktaler wollen in Aarau mitbestimmen

Leicht mehr Fricktaler Grossrats-Kandidaten als vor vier Jahren

Am 18. Oktober wählt der Aargau ein neues Kantonsparlament. Die Ausgangslage ist spannend. Im Fricktal treten zwei Bisherige nicht mehr an. Insgesamt kandidieren 126 Fricktalerinnen und Fricktaler für die 17 Sitze, welche den Bezirken Laufenburg und Rheinfelden zur Verfügung stehen.

Valentin Zumsteg

Noch ist vom bevorstehenden Wahlkampf im Aargau wenig zu spüren. Derzeit läuft der Politbetrieb im Ferienmodus. Doch in ein paar Wochen geht es los, ab dem 23. August dürfen die Parteien und Kandidaten ihre Wahlplakate aufhängen. Dann nimmt die Sache in der Regel Fahrt auf. Im ganzen Kanton bewerben sich insgesamt 1027 Kandidatinnen und Kandidaten für einen der 140 Sitze im Kantonsparlament. Das sind leicht weniger als vor vier Jahren, als 1064 Kandidaturen vorlagen. Der Frauenanteil ist gestiegen, diesmal beträgt er 37,9 Prozent, 2016 waren es 34,7 Prozent.

Mazzi möchte sich auf Rheinfelden konzentrieren
Das Fricktal darf – aufgrund der Bevölkerungszahl – insgesamt 17 der 140 Sitze besetzen. Der Bezirk Rheinfelden kann zehn Grossrätinnen und Grossräte nach Aarau schicken, dem Bezirk Laufenburg stehen 7 Sitze zu. Im Bezirk Rheinfelden stellen sich acht Parteien mit 70 Kandidatinnen und Kandidaten der Wahl, vor vier Jahren waren es noch 75 Kandidaturen. Der Frauenanteil liegt diesmal bei 41 Prozent. Von den Bisherigen tritt im Bezirk Rheinfelden Franco Mazzi (FDP) nicht mehr an (die NFZ berichtete). Der Rheinfelder Stadtammann verzichtet aus zwei Gründen auf eine erneute Kandidatur: «Ich möchte mich auf die Arbeit in Rheinfelden konzentrieren. Es stehen grosse Themen an, wie die Entwicklung im Gebiet Rheinfelden Ost/Bahnhof Möhlin und die Zonenplanung. Auf der anderen Seite geht es um die langfristige Planung bei der FDP-Bezirkspartei. Mit Bernhard Scholl und mir sind heute zwei Ältere im Grossen Rat. Ein Sitz soll an eine jüngere Person gehen», erklärt der 61-Jährige. Spannend wird hier, wer von der FDP die Wahl schafft, wenn die Partei zwei Sitze verteidigen kann. Weiter sagt Mazzi, dass er bei den Rheinfelder Stadtratswahlen im kommenden Jahr nochmals antreten wolle – «wenn nichts dazwischen kommt.»

Mehr Kandidaturen
Ähnlich präsentiert sich die Ausgangslage im Bezirk Laufenburg. Dort bewerben sich 10 Parteien mit insgesamt 56 Kandidatinnen und Kandidaten um einen der Sitze. Vor vier Jahren waren es 49 Personen, die kandidierten. Der Frauenanteil liegt diesmal bei rund 34 Prozent. Von den Bisherigen verzichtet im Bezirk Laufenburg Tanja Primault-Suter (SVP, Gipf-Oberfrick) auf eine erneute Kandidatur. «Ich bin keineswegs politikmüde, aber in nächster Zeit möchte ich mehr Zeit für meine Familie haben», erklärte sie ihren Abschied aus der Kantonspolitik.

Wer diesmal die Wahl schafft und welche Parteien zu den Siegern gehören, wird sich am 18. Oktober zeigen. Die NFZ stellt in den kommenden Wochen alle Parteien vor, die im Fricktal antreten.

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