«Es ist kein Ende in Sicht»

Do, 09. Jul. 2020
Der Frickter Markt muss bereits zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden. Foto: Archiv NFZ

Bereits der zweite Fricker Markt in diesem Jahr abgesagt Von der Agenda gestrichen sind in Frick neben den Märkten auch das Strassenfest. Nach wie vor lassen die Corona-Schutzmassnahmen solche Veranstaltungen nicht zu.

Susanne Hörth

Über die Fricker Hauptstrasse rollen täglich Tausende von Autos. Wobei täglich nicht ganz zutrifft. Denn an gleich mehreren Daten im Jahr gibt es für den motorisierten Verkehr kein Durchkommen. Die Strasse gehört stattdessen vielen f lanier- und festfreudigen Besuchern. Sie kommen an einen der regelmässigen Märkte oder an das schon lange zur Tradition gehörende Strassenfest im August. In diesem von Corona geprägten Ausnahmejahr ist vieles nicht so wie sonst. Der Juni-Markt fand nicht statt. Schon vor einiger Zeit wurde das für den 12. August vorgesehene Strassenfest von der Agenda gestrichen. In die Liste der nicht stattfindenden Anlässe reiht sich nun auch der Fricker Markt vom 10. August ein. Spielt bei dieser Entscheidung auch das gecancelte Strassenfest eine Rolle? Daniel Suter, Fricker Gemeindeammann und Präsident der Marktkommission verneint: «Nicht direkt. Es sind jedoch die gleichen Gründe, die zur Absage führen. Zudem wäre es erklärungsbedürftig, wenn von zwei ähnlichen Anlässen mit grossen Besucherzahlen der eine durchgeführt würde und der andere nicht.»

Zu den angesprochenen Gründen führt Suter aus, dass nach wie vor Abstands- und Hygienevorschriften wegen des Corona-Virus gelten würden, die mit einem Schutzkonzept sicherzustellen sind. «Die Einhaltung dieser Vorschriften kann am Fricker Markt nicht garantiert und auch die Rückverfolgbarkeit möglicher Infektionsketten kann nicht sichergestellt werden.»

Historischer Marktflecken Frick
Kaiser Leopold I. hat der Gemeinde Frick im Jahre 1701 das Marktrecht verliehen. «Die Fricker Märkte gehören zum Dorfleben und sind eine jahrhundertealte Tradition. Jeder einzelne Markt, der nicht durchgeführt werden kann, ist ein Verlust», betont Daniel Suter. Er weiss aber auch: «Solche Absagen treffen jedoch in erster Linie die Marktfahrenden selbst, die wegen der anhaltenden Corona-Krise seit Monaten von einem faktischen Arbeitsverbot betroffen sind, da fast alle Märkte abgesagt werden mussten. Zudem ist kein Ende in Sicht.» Von der Absage des Marktes vom 10. August sind rund 80 Marktfahrer betroffen.

Ob der Martini-Markt im November stattfindet, wird mit Beobachtung der weiteren Entwicklung entschieden. Gleiches gilt auch für zwei weitere Märkte, die im Dezember stets ein grosses Publikum von nah und fern anlocken. Zu den beiden Weihnachtsmärkten in Frick und Laufenburg sagt Daniel Müller vom Gewerbe Region Frick-Laufenburg (Geref): «Wir werden im August die Einladungen für die Standbetreiber verschicken. Anschliessend werden wir die Einteilung vornehmen.» Aber: «Es gilt stets der Vermerk betreffend Entwicklung der Corona-Situation.» Gerade in Laufenburg, hier findet der Weihnachtsmarkt grenzüberschreitend statt, muss auch berücksichtigt werden, wie die deutsche Behörde aufgrund des in Deutschland geltenden Schutzkonzepts entscheiden wird. Der definitive Beschluss fällt Ende Oktober.

Gegenstand von intensiven Diskussionen ist zurzeit auch die hela (Herbstmesse Laufenburg). Über Durchführung oder Absage des vom 9. bis 11. Oktober geplanten Grossanlasses wird laut hela-Präsident Raffael Blaser nach der GV vom 20. Juli informiert.

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