Nach 82 Tagen endlich wieder Besucher im Zolli

  09.06.2020 Natur

Erstmals Nachwuchs bei den Australischen Süsswasserkrokodilen

Wegen der pandemiebedingten Schliessung sind dem Zoo Basel 5,5 Millionen Franken an Einnahmen entgangen. Dank Spenden konnte das finanzielle Minus auf knapp 3,5 Millionen verringert werden. Umso mehr freut sich Zoodirektor Olivier Pagan, dass der Zolli wieder Besucher empfangen darf.

BASEL. 4000 Personen dürfen sich jetzt gleichzeitig im Zoo aufhalten (in dieser Zahl nicht eingeschlossen sind die eigenen kleineren Kinder). Die kleinen Tierhäuser bleiben geschlossen und die grossen sind nur in einer Richtung begehbar. Vor den Eingängen informieren Plakate über die wichtigsten Verhaltensregeln. Dank diesen ist ein fast normaler Zoobesuch möglich.

Viel Nachwuchs während der Zooschliessung
Während der Zoo Basel geschlossen war, haben Nilkrokodile und Australische Süsswasserkrokodile Nachwuchs bekommen. Es ist das erste Mal, dass im Zoo Basel junge Australische Süsswasserkrokodile aufwachsen. Die Nilkrokodile bewachen im Haus Gamgoas ihre frischgeschlüpften Jungtiere. Nachwuchs gab es unter anderem auch bei den Seepferdchen, den Rentieren, den Totenkopfäffchen, den Erdmännchen, den Minipigs, den Klammeraffen, den Somali-Wildeseln und bei zahlreichen Vögeln und Fischen. Im Zoo Basel versuchte man die Zoofans über die Online-Kanäle und mit Facebook-Live-Schaltungen auf dem Laufenden zu halten. Jetzt können die Zoobesucherinnen und -besucher nun all diese Jungtiere erstmals sehen.

Auch der Tod gehörte in der Zeit der Schliessung wie auch sonst zum Zoo-Alltag. Eine greise Zwergzebukuh und ein zu schwaches junges Rentier mussten eingeschläfert werden. Ein Mäusebussard nutzte den leeren Zoo und erbeutete eine Mandarinente. Eine Giraffe musste zur Behandlung der Klauen in Narkose gelegt werden und starb in der Folge.

Blick nach vorne
Die Bauarbeiten der anstehenden Projekte gingen während der Schliessung ebenfalls unverändert weiter. Das Vogelhaus wird zurzeit saniert und mit Neubauten ergänzt. Es bleibt deshalb bis zur geplanten Neueröffnung im ersten Halbjahr 2022 geschlossen. Die Sanierungsarbeiten am Antilopenhaus sind gestartet. Das innere und äussere Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Hauses wird dabei bewahrt. Die Bauarbeiten finden in den Sommermonaten statt, weil sich die Giraffen dann hauptsächlich draussen aufhalten. Für die Okapis und die Kleinen Kudus wurde eine für das Publikum nicht einsehbare provisorische Stallung bereitgestellt. Die Giraffen können während der Umbauzeit auf den Aussenanlagen beobachtet werden. Die Okapis und Kleinen Kudus sind erst ab Wiedereröffnung des Antilopenhauses im Spätherbst wieder zu sehen. (mgt)


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