«Alvarum», Ort für Ideen und Weiterentwicklung

Di, 30. Jun. 2020
Freude herrscht: Daniel Suter (von links), Josef Burri, Knut Schmidtke, Michael Zehnder und Martin Ott beim symbolischen Spatenstich, Foto: Susanne Hörth

Das FiBL startet in die letzte Bauetappe der Campuserweiterung

Mit einem Spatenstich wurde beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick der letzte Abschnitt des rund 30 Millionen Franken teuren Ausbauprojektes gestartet. In den kommenden Monaten entstehen ein Tagungsgebäude mit Aula und Restaurant sowie ein Forschungscampus.

Susanne Hörth

Der Bau der verbreiterten Zufahrt zum FiBL ist weit vorangeschritten, ebenso die Arbeiten an dem grossen Stall-Neubau. Im neuen Forschungsgewächshauses sowie im ebenfalls frisch erstellten Laborgebäude wird bereits gearbeitet. Seit gestern Montag ist nun ein Hybridbagger der Firma Birchmeier Baumanagement dabei, eine weitere grosse Baugrube auf dem Gelände des Fricker Forschungsinstitutes auszuheben. An dieser Stelle wird 2021 ein Tagungsgebäude mit Aula und Restaurant und einem Forschungscampus entstehen.

«Der Name des Gebäudes wurde in einem basisdemokratischen Prozess aus eingereichten Mitarbeitervorschlägen ausgewählt», so ein sichtlich erfreuter Stiftungsratspräsident Martin Ott beim Spatenstich vom vergangenen Freitag. Mit dem lateinischen «Alvarum», was übersetzt Bienenstock bedeute, sei der perfekt passende Name ausgewählt worden. Untersuchungen zufolge, so Ott, würden Bienen ihre Larven mit Wärme versorgen, um so die Intelligenz des Nachwuchses zu fördern. In diesem Sinne sollen nun auch die zwischenmenschliche Wärme und die gemeinsame Arbeit im neuen Campus der Intelligenz Schub verleihen. Von der Idee einer umfassenden Erweiterung inklusive eines Campusbaues konnte vor vier Jahren der mittlerweile pensionierte FiBL-Direktor Urs Niggli den damaligen, zwischenzeitlich verstorbenen, Regierungsrat Roland Brogli überzeugen. «Die vom Gesamtregierungsrat gutgeheissenen 11 Millionen Franken waren dann der Beginn von etwas Neuem», führt Martin Ott weiter aus. Insgesamt 30 Millionen Franken werden seit dem Jahr 2018 in die Erneuerungen investiert.

FiBL, die Bio-Botschafterin
Welch grosse Bedeutung das FiBL für den Kanton, für die Schweiz und auch über deren Grenze hinaus hat, wurde ebenfalls von Josef Burri, von der Abteilung Strategie und Planung beim Kanton Aargau, unterstrichen. Mit dem Ausbau des Institutes schaffe dieses nicht nur weitere Arbeitsplätze, sondern könne sich als Forschungsplatz mit Campus auf nationaler und internationaler Ebene noch besser positionieren. «Jeder zehnte Landwirtschaftsbetrieb im Aargau ist ein Bio-Betrieb. Damit wird viel für eine nachhaltige Landwirtschaft beigetragen.» Bei dieser Entwicklung spiele das FiBL eine wichtige Rolle. Das betonte auch der Fricker Gemeindeammann Daniel Suter in seiner Grussbotschaft. Er gab zudem seiner Hoffnung Ausdruck, dass mit der neuen Führung des zweigrössten Arbeitgebers der Gemeinde die bisher sehr gute, konstruktive Zusammenarbeit wie mit den vorherigen Verantwortlichen gepflegt werden könne. Einem Wunsch, dem sich auch Knut Schmidtke, FiBL-Direktor für Forschung, Extension & Innovation anschloss. Er zeigte sich voller Stolz, Teil der FiBL-Gemeinschaft sein zu dürfen. Dass mittlerweile 16 Prozent der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe biologisch geführten werden, sei eine dynamische Entwicklung, die ohne das Zutun des Fricker Institutes kaum möglich gewesen wäre. «Das FiBL ist eine gute Botschafterin.»
Neue Fricktaler Zeitung AG
061 835 00 35 und 062 865 35 70

Category: 

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses