Werkhof Frick wird Corona-Isolierstation für Asylsuchende

Fr, 03. Apr. 2020

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati hat in Absprache mit der Gemeinde Frick entschieden, den Werkhof Frick als Corona-Isolierstation für erkrankte Asylsuchende zu nutzen.

Die Anzahl der am Coronavirus erkrankten Personen nimmt weiterhin zu. Kollektive Asylunterkünfte sind von der Pandemie ebenfalls betroffen, erste Erkrankungen gibt es auch im Kanton Aargau. Aufgrund der gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten wie Küche oder Badezimmer sowie der teilweise engen Platzverhältnisse sei es in Asylunterkünften kaum möglich, erkrankte Personen adäquat zu isolieren, schreibt die Kantonsregierung in einer Mitteilung. «Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati hat darum in Absprache mit der Gemeinde Frick entschieden, den Werkhof Frick als Corona-Isolierstation für erkrankte Personen des Asylbereichs zu nutzen.»

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) hat in einer Halle des Werkhofs Frick bis Ende März 2020 bereits eine Asylunterkunft für alleinstehende Männer betrieben. Die Unterkunft wurde planmässig geschlossen und die Bewohner in andere Asylunterkünfte verlegt.

Rasche Nutzung möglich
Die nun leere Containeranlage kann daher bereits ab Montag, 6. April, schrittweise zur Isolierstation umgenutzt werden. Geplant ist, dass in der Isolierstation in Frick maximal fünfzig Personen untergebracht werden. Zum Einsatz und zur Unterstützung vor Ort kommen verschiedene Organisationen wie der Kantonale Sozialdienst, die Securitas AG, medizinisches Personal sowie der Zivilschutz. Für die Verpflegung wird eine Lösung in der Region gesucht.   

In der Unterkunft werden am Coronavirus erkrankte Personen mit leichtem Krankheitsverlauf sowie Verdachtsfälle (zum Beispiel Personen mit leichten Grippesymptomen) untergebracht. Betrieb und Sicherheit werden während 24 Stunden gewährleistet, medizinisches Personal befindet sich ebenfalls vor Ort. Die Bewohner werden in Isolation leben und zentral verpflegt. So kann eine Verbreitung innerhalb und ausserhalb der Unterkunft vermieden werden. Der Betrieb ist vorerst für die Monate April und Mai vorgesehen, je nach Entwicklung der Pandemie muss der Betrieb verlängert werden.
Aufgrund der aktuell ausserordentlichen Lage kann der Werkhof Frick ohne Verzug als Isolationsstation eingerichtet werden. Die erforderlichen Bewilligungen mit den damit verbundenen Rechtsmittelverfahren würden im Nachgang eingeholt, heisst es in der Mitteilung. (mgt/nfz)

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