Parkresort Rheinfelden: grosser Teil des Umsatzes ist weggebrochen

Mi, 15. Apr. 2020
Geschlossen: Im «sole uno» kann derzeit niemand baden. Revisionsarbeiten werden deshalb vorgezogen. Foto: zVg

Die Wellness-Welt «sole uno» musste geschlossen werden und das Park-Hotel hat kaum Gäste. Die Rheinfelder Parkresort-Gruppe leidet stark unter den Auswirkungen der Pandemie. Um die Akutspitäler zu entlasten, bietet die Klinik Salina 40 Plätze an.

Valentin Zumsteg

In einem durchschnittlichen Monat zählt die Wellness-Welt «sole uno» im Rheinfelder Parkresort über 40 000 Eintritte. In den vergangenen Wochen seit dem so genannten Lockdown waren es 0, der Betrieb musste auf behördliche Anordnung geschlossen werden. «In diesem Bereich machen wir keinen Umsatz mehr. Fast alle Angestellten sind für Kurzarbeit angemeldet. Trotzdem zahlen wir den vollen Lohn», erklärt Thomas Kirchhofer, Geschäftsführer und Mitinhaber der Parkresort Rheinfelden Holding AG. Gut zu tun haben derzeit einzig die technischen Mitarbeiter. «Weil der Betrieb geschlossen bleiben muss, ziehen wir nun Unterhalts- und Wartungsarbeiten vor», schildert Kirchhofer.

Platz für Patienten aus Akutspitälern
Etwas anders präsentiert sich die Situation beim Park-Hotel am Rhein, das ebenfalls zur Parkresort-Gruppe gehört. «Das Hotel ist offen, die öffentlichen Restaurants aber geschlossen. Wir zählen im Hotel nur ganz wenige Gäste. Ohne die Altersresidenz, die ebenfalls zum Betrieb gehört, würden wir das Hotel in dieser Situation schliessen», so Kirchhofer. Die Residenz-Bewohner erhalten die Mahlzeiten in ihren Zimmern serviert – oder sie können sie im Restaurant Bellerive einnehmen. «Wir haben das Restaurant so eingerichtet, dass der nötige Abstand eingehalten werden kann. Die Küche und der Zimmerservice laufen weiter, aber massiv reduziert», erläutert Kirchhofer. Auch hier sind die meisten Mitarbeiter für Kurzarbeit angemeldet.

Ein weiteres Standbein des Parkresorts ist die Rehabilitationsklinik Salina. «Wir haben dort normalerweise vor allem Patienten nach einer Hüft- oder Knieoperation. Da solche Operationen derzeit nicht mehr durchgeführt werden, sind die Zahlen hier stark zurückgegangen», so Kirchhofer. Diese Woche haben die letzten Patientinnen und Patienten die Klinik verlassen. Trotzdem kann sie nicht geschlossen werden, da die Aargauer Rehabilitationskliniken in dieser Krisensituation verpf lichtet sind, Covid-19-Patienten aufzunehmen und die Akutspitäler auch sonst zu entlasten. «Ich finde diese Verpf lichtung richtig. Insgesamt bieten wir dafür 40 Plätze an. Sechs davon sind für Corona-Patienten in einer Isolationsabteilung vorgesehen», so Kirchhofer. Bislang ist aber noch niemand zugewiesen worden.

Über drei Millionen weniger pro Monat
Insgesamt sind zwei Drittel der Angestellten für Kurzarbeit angemeldet, also rund 300 Personen. Die aktuellen Einschränkungen sind finanziell stark spürbar. Thomas Kirchhofer geht davon aus, dass die Parkresort-Gruppe derzeit monatlich zwischen drei und vier Millionen Franken an Umsatz verliert; dies bei einem Jahresumsatz von rund 50 Millionen Franken. Trotzdem will er nicht klagen: «Wir hatten bislang selber noch keinen Corona-Fall, weder bei den Patienten, noch bei Residenzbewohnern oder Mitarbeitenden. Das ist erfreulich.» Den Angestellten windet er ein Kränzchen: «Der Teamgeist ist sehr gut. Alle geben in dieser schwierigen Situation ihr Bestes.» Kirchhofer hofft, dass die Krise bis Ende Mai überstanden ist und das Parkresort spätestens im Juni den normalen Betrieb wieder aufnehmen kann.

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Kommentare

Thank you for the report.Waiing for you to get back up we all miss you .
Das ist tatsächlich eine Herausforderung ohnegleichen für unser Unternehmen. Dank eines grossartigen Teams, treuer Kunden und einer soliden Bilanz wird das Parkresort Rheinfelden gestärkt aus dieser Krise hervorgehen!

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