Corona-Virus bremst das Fricktaler Hotel-Projekt

Sa, 18. Apr. 2020
Derzeit ist es ungewiss, ob und wann das Hotelprojekt am Gerstenweg in Rheinfelden realisiert werden kann. Foto: Valentin Zumsteg

Die Corona-Pandemie trifft die Reisebranche besonders hart. Dies hat Einfluss auf das geplante neue Hotel in Rheinfelden.

Valentin Zumsteg

Das Hotel-Projekt am Gerstenweg 5 in Rheinfelden scheint unter einem ungünstigen Stern zu stehen. Im vergangenen Jahr sorgten 27 Einwender aus der Nachbarschaft dafür, dass der Initiant Mathias Finck das erste Baugesuch zurückzog, um es zu überarbeiten. Jetzt ist es das Corona-Virus, das ihm erneut einen Strich durch die Rechnung macht. «Wir halten grundsätzlich am Hotel-Projekt und an der Verlegung unseres Firmensitzes nach Rheinfelden fest. Aktuell hat dies aber nicht erste Priorität», erklärt Finck gegenüber der NFZ.

Umsatz auf null eingebrochen
Finck ist Inhaber des Reise-Anbieters «Spar mit Reisen» in Basel, der seinen Sitz nach Rheinfelden ins geplante Hotel-Gebäude verlegen will. Zusätzlich gehört ihm das Hotel Fini-Resort in Badenweiler (D). «Tourismus und Hotellerie sind die beiden Branchen, die von der Corona-Krise am Schlimmsten erwischt wurden. Dummerweise sind unsere beiden Betriebe in genau diesen beiden Branchen tätig. Unsere Umsätze sind Mitte März innert weniger Tage auf null zusammengebrochen», erklärt Finck. Der Betrieb musste deshalb eingestellt werden. Dies hat zur Folge, dass alle 110 Mitarbeitenden in die Kurzarbeit geschickt wurden. «Wir haben aber schnell und unbürokratisch staatliche Hilfe bekommen, durch Kurzarbeit-Geld und einen Überbrückungskredit. Dafür sind wir der Politik sehr dankbar», betont Finck, der im Fricktal wohnt.

In den vergangenen Jahren lief es für «Spar mit Reisen» gut. «Wir wirtschaften schon immer sehr konservativ und konnten 2019 das bisherige Rekordergebnis unserer 19-jährigen Firmengeschichte erzielen. Deswegen sind wir sicher, die nächsten Monate zu überstehen und hoffen, bald wieder den Geschäftsbetrieb aufnehmen zu können.»

Das Hotel-Projekt in Rheinfelden wird auf jeden Fall weiterverfolgt. «Wir hatten Ende Januar ein sehr konstruktives Gespräch mit den Einsprechenden und sind optimistisch, einen Konsens zu finden.» Wie bereits im vergangenen Jahr berichtet, soll die Zahl der Zimmer und Appartements aufgrund des Widerstands deutlich reduziert werden. Auch der Gastronomie-Bereich wird redimensioniert. Eigentlich wollte Finck mit dem Bau im kommenden Sommer starten und 2021 das Hotel eröffnen. Doch die Pandemie und ihre Auswirkungen lassen dies wahrscheinlich nicht zu: «Realistisch betrachtet, wird sich der Baubeginn verzögern. Um wie lange, lässt sich aktuell nicht seriös sagen», erklärt Finck und ergänzt: «Der Umzug des Betriebs von Basel nach Rheinfelden ist weiterhin unser festes Ziel. Vermutlich wird das aber erst 2022 etwas werden.»

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