Stapferhaus zeigt «Geschlecht»

Fr, 27. Mär. 2020
Das Thema Fake ist zwar noch in vollem Gange, ab Oktober beleuchtet das Stapferhaus das faszinierende Thema «Geschlecht». Foto: zVg

Kulturprojekte erhalten Swisslos-Fonds-Beiträge

67 Kulturprojekte erhalten im 1. Quartal 2020 einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Mit Beiträgen aus dem Swisslos-Fonds fördert der Kanton Vorhaben, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Thematiken auseinandersetzen.

Das Stapferhaus Lenzburg widmet sich in der nächsten Sonderausstellung, welche im Oktober 2020 öffnen wird, dem Thema «Geschlecht». Rechtzeitig zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts ist im Stapferhaus ein umfangreiches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm geplant. Die Ausstellung FAKE ist zwar noch in vollem Gange und bei den Besuchern ein grosser Erfolg, sie wird verlängert bis im Sommer 2020. Hinter den Kulissen arbeitet das Inhaltsteam jedoch bereits an der neuen Ausstellung zum Thema «Geschlecht». Das Thema löst grosse Emotionen aus: «Es begeistert, verunsichert, regt auf. Es geht ums Ganze. Das Organisationsteam reizt die Herausforderung: Wenn eine Ausstellung über Geschlecht, dann so, wie man es noch nicht gesehen hat – spielerisch, lustvoll und mutig. Eine Ausstellung für Paare und Familien, für Jung und Alt, für Männer, Frauen und alle anderen Geschlechter, für jene, die das Thema eigentlich nicht mehr hören können und für jene, die sich noch nie damit beschäftigt haben», teilen die Organisatoren mit. Dieses Projekt ist mit Beiträgen von 1,66 Millionen Franken mit Abstand das grösste. Mit den Geldern des Swisslos-Fonds werden aber auch weitere Anlässe gefördert:

In den am Festival fanfaluca aufgeführten Theaterstücken spielen Themen aus den Lebenswelten von Jugendlichen eine zentrale Rolle. Jährlich bewerben sich rund 30 Jugendtheatergruppen aus der Schweiz und über zehn aus Deutschland für die Teilnahme am Festival, welches als wichtiger Katalysator für innovative Entwicklungen im zeitgenössischen Jugendtheater gilt.

Mit dem dreijährigen Theatervermittlungsprojekt «Landkarte kulturelle Teilhabe» möchte der Verein Alte Reithalle Tuchlaube Aarau (ARTA) die kulturelle Teilhabe im Aargau neu ausrichten. Das Vorhaben entsteht in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und weist Pilotcharakter über die Kantonsgrenzen hinaus auf.

Im September sind in Rheinfelden vier wissenschaftsvermittelnde Veranstaltungen von «Flying Science» zum Thema «Warten» geplant. Dabei interessieren Fragen zum Thema «Warten» aus philosophischer und kulturwissenschaftlicher Sicht.

Bei der mehrteiligen Konzertreihe «Mit frischem Wind» des Capriccio Barockorchesters in der Saison 2020/21 sowie Konzerten in Rheinfelden und Beinwil am See steht die Luft im Zentrum. Geplant sind unter anderem Freiluftkonzerte mit barocker Musik in Rheinfelden sowie in «windiger Höhe» auf Schloss Lenzburg.

Der «Kulturerbetag» soll der Bevölkerung das Kulturerbe, die Geschichte und die Zeugen der Vergangenheit in ihrer Heimatgemeinde näherbringen. 2020 ist die Durchführung in Kaisten im Fricktal geplant, wo eine besonders hohe Dichte an archäologischen Fundstellen zu finden ist.

Der schweizerische Lateintag 2020 findet im Kloster Wettingen in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule FHNW, der Gesellschaft Pro Vindonissa und dem Vindonissa-Museum Brugg statt. Dabei soll eine breite Öffentlichkeit auf das Potential der lateinischen Sprache – als «Schatz kulturellen und historischen Erbes» und «Werkzeug des Denkens» – aufmerksam gemacht werden.

An den «Musikalischen Begegnungen Lenzburg» kommen Laiensowie Profimusikerinnen und -musiker aus verschiedenen Musikrichtungen – regional und international – zusammen. Die 37. Ausgabe der Musikalischen Begegnungen Lenzburg widmet sich in sieben Konzerten der Hausmusik. Damit wird auch daran erinnert, dass klassische Musik nicht nur einer höfischen Gesellschaft zugänglich war, sondern nach und nach auch in die Häuser von Bürgerinnen und Bürgern gelangte.

Mit der Produktion «Stockwerke» bespielt das Theater Bambalina die leerstehende Halle «Ferro» in Baden, wo eine Wohnsituation initiiert wird – ein Wohnblock, in welchem die Türen geöffnet und dem Publikum die Geschichten der Bewohner/innen gezeigt werden. Bei diesem spartenübergreifenden Theaterspektakel wirken Profikünstler/ innen und Amateure aus den Bereichen Schauspiel, Akrobatik, Musik, Gesang, Tanz bis zu Lichtkunst und Film zusammen.

Am «Musig ide Altstadt» treten während zwei Tagen rund 40 Bands und Musikgruppen in der Aarauer Altstadt in Gassen, in Lokalen, in der Markthalle (Stadtbühnen) und auf dem Schlossplatz Aarau (Hauptbühne) auf. Die Idee des Festivals ist es, jungen Talenten wie auch bekannten Künstler/innen eine Plattform vor einem bunt durchmischten Publikum zu bieten. So wird auch dem musikalischen Nachwuchs, wie etwa der bandXNordwest-Sieger-band und Musikschüler/innen, die Gelegenheit geboten, Auftrittserfahrungen unter professionellen Bedingungen zu sammeln.

Das Jugendorchester Freiamt ist das regionale, klassische Jugend-Streichorchester der Bezirke Muri und Bremgarten sowie ein zentrales Musikvermittlungsprojekt des Künstlerhauses Boswil, welches im Zeitraum Juni und Dezember 2020 verschiedene Konzertprojekte für Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren durchführt.

Aufgrund der Massnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus können einzelne Veranstaltungen verschoben werden. (nfz)

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