Das Herzstück der Kaiserstrasse soll für 3,5 Millionen saniert werden

Sa, 08. Feb. 2020
Zwei Jahre Bauzeit: Die Ochsen-Kreuzung wird neu gestaltet, für den Post-Parkplatz ist eine direkte Zufahrt ab der Kaiserstrasse vorgesehen. Foto: Valentin Zumsteg

Die Planungsarbeiten sind weit fortgeschritten

Die geplante Erneuerung der Kaiserstrasse im Zentrum von Rheinfelden sorgt seit Jahren für Debatten. Jetzt ist eine einfache Belagssanierung ohne Kreisel vorgesehen. Das Projekt soll im Mai oder Juni öffentlich aufgelegt werden. Der Baubeginn ist für 2022 terminiert.

Valentin Zumsteg

Die Kantonsstrasse durch Rheinfelden ist in den vergangenen Jahren etappenweise saniert worden. Was noch fehlt, ist das Herzstück: die Kaiserstrasse zwischen Bahnunterführung und Schulhaus Schützenmatt. Ein erstes Sanierungs- und Aufwertungsprojekt ist im April 2012 in einer Referendumsabstimmung von den Bürgerinnen und Bürgern abgelehnt worden. Vor allem ein damals vorgesehener Kreisel beim ehemaligen Coop stiess auf grossen Widerstand.

Neuer Fussgängerstreifen geplant
Mittlerweile haben der Kanton und die Stadt ein neues Projekt vorangetrieben. «Die Planung ist weit fortgeschritten. Wir gehen davon aus, dass das Projekt im Mai/Juni 2020 öffentlich aufgelegt wird», erklärt der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin auf Anfrage der NFZ. Grundsätzlich sei eine einfache Belagssanierung – ohne Kreisel – geplant. «Für das erleichterte Einfahren von der Salinenstrasse in die Zürcherstrasse beim Ochsen wird auf der Kantonsstrasse in Fahrtrichtung Möhlin ein Einfädelungsstreifen realisiert. Das heisst, das Ausfahrende die Fahrspur Richtung Basel überqueren können und sich auf dem Einfädelungsstreifen Richtung Möhlin aufstellen und beschleunigen können. Dies vereinfacht die Einfahrt Richtung Möhlin», so Erdin. Die Fussgängerunterführung bleibt – gemäss den Plänen – bestehen und wird komplett saniert. Ausserdem wird auf der Höhe Rosenau/UBS ein Fussgängerstreifen mit einer Mittelinsel realisiert.

Veränderungen gibt es ebenfalls beim Parkplatz vor der Post. «Der Parkplatz erhält eine direkte Zufahrt ab der Kaiserstrasse. Im Einbahnverkehr wird der Post-Parkplatz von der Kaiserstrasse angefahren und über den Zollrain beziehungsweise die Salinenstrasse verlassen. Dadurch sind keine Wendemanöver mehr nötig und es gibt keinen Rückstau mehr in den Zollrain und die Salinenstrasse», schildert Erdin.

Ohne Gemeindeversammlung
Beim Knoten Bahnhofstrasse/Kaiserstrasse ist ebenfalls eine einfache Belagssanierung vorgesehen. Die Lichtsignal-Anlage wurde dort bereits 2017 komplett erneuert. Ein Kreisel ist kein Thema mehr.

Die Stadt und der Kanton rechnen für die Sanierung des gesamten Teilstücks mit Kosten von rund 3,5 Millionen Franken. Daran muss sich Rheinfelden mit 60 Prozent oder rund 2,1 Millionen Franken beteiligen. «Hinzu kommen bisher nicht genau bezifferte Kosten für Anpassungen, welche nur die Gemeinde betreffen, namentlich die Umgestaltung der Ein- und Ausfahrt des Post-Parkplatzes. Die Kosten für die Erneuerung der Leitungen im Untergrund werden von den jeweiligen Werken getragen», führt der Stadtschreiber aus. Der Rheinfelder Gemeindeversammlung wird das Geschäft nicht vorgelegt, wie Roger Erdin weiter erklärt: «Da es sich um eine reine Belagssanierung auf einer Strasse des Kantons handelt und die Stadt von Gesetzes wegen zur Kostenbeteiligung verpf lichtet ist, ist dafür kein separater Gemeindeversammlungs-Beschluss erforderlich.» Der Baubeginn soll nach derzeitiger Planung 2022 erfolgen. Die Arbeiten werden voraussichtlich rund zwei Jahre dauern.

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