«Fischergut» in neuen Händen

So, 23. Feb. 2020
Wohnen, Arbeiten und Hobby am selben Ort vereint zu haben ist für den neuen Fischergut-Besitzer Michael Huber pures Glück. Foto: Bernadette Zaniolo

RHEINSULZ. Michael Huber und Yvonne Rieben haben das «Fischergut» in Rheinsulz übernommen. Für Huber geht damit ein Jugendwunsch in Erfüllung. Der gelernte Koch ist ein begeisterter Fasnächtler und ist in der Freizeit gerne mit dem Töff unterwegs. (nfz)


Ein Jugendwunsch erfüllt sich

Für den neuen «Fischergut»-Besitzer schliesst sich der Kreis

Michael Huber und seine Lebenspartnerin Yvonne Rieben haben das Fischergut in Rheinsulz übernommen. Für Huber ist es ein «Glücksfall».

Bernadette Zaniolo

RHEINSULZ. Man spürt es schnell: Der neue Besitzer des «Fischergut» in Rheinsulz (Gemeinde Laufenburg), Michael Huber, kann auf die Leute zugehen, holt sie ab. Auf dem Rundgang durch die weitläufige Anlage, mit Gartenwirtschaft, Kinderspielplatz, idyllisch gelegenem Grillplatz, Fischteichen, Massenlager und Weiterem, sagt Huber zur Journalistin: «Für mich schliesst sich der Kreis». Denn der heute 50-Jährige, der im solothurnischen Schönenwerd aufgewachsen ist, wollte eigentlich Fischwirt (züchten von Fischen) lernen. Sein Vater sah dies jedoch als «brotlosen» Beruf. So entschied sich Huber für eine Lehre als Koch. Die letzten Jahre war er in der Gastronomie tätig. Wie er gegenüber der NFZ sagt, führte er zuletzt die «Gartenbeiz» beim Flugplatz Schänis.

Nach dem Tod von Hans Stoos, der das Fischergut über viele Jahre mit seiner Frau Murielle führte, konnten Michael Huber und seine Lebenspartnerin Yvonne Rieben die Liegenschaften und das Land von einer Investorengruppe kaufen. Das Personal (Köchin und Serviceangestellte) habe er übernehmen können. «Ich bin zufrieden», bilanziert Huber nach bald vier Monaten in Rheinsulz. Obwohl es gerade im Winter noch mehr Anlässe sein könnten, freut er sich, dass schon einige Vereine ihre Generalversammlung im Fischergut durchführten und die Fischerstube und das Nebengebäude für Geburtstagsfeiern genutzt wurden. Huber ist aber auch froh, dass er noch Zeit hatte, um Instandhaltungsarbeiten verrichten zu können. So etwa im Massenlager. Dieses wird seit Jahren unter anderem von Jägern aus dem Bündnerland genutzt.

Alles nur Fisch?
Spätestens jetzt kommt die Frage nach der Speisekarte: Alles nur Fisch? «Nein», sagt Huber, es gibt auch Fleisch und auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten. Das «Fischergut» will er so weiterführen wie bis anhin, mit «feinen» Veränderungen. Er selber wird als Allrounder tätig sein, vorwiegend als Fischwirt. Im Fischbereich beginnt für ihn die «Hochsaison» spätestens an Karfreitag mit dem Forellenverkauf aus seinen Gewässern. Als Fischer ist er auch bestrebt, dass Personen, die ihre Fische selber angeln wollen, dies auch waidgerecht tun. Im Sommer wird Huber von einem Saisonier aus Polen unterstützt. Dabei handelt es sich um die gleiche Person, die schon bei den Vorbesitzern beschäftigt war.

Fasnächtler und Töfffahrer
Wohnen, Arbeiten und Hobby am selben Ort vereint zu haben ist für Michael Huber pures Glück. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch vorhanden. «Ich bin ein begeisterter Fasnächtler», verrät Huber mit der Bemerkung, dass diesbezüglich für ihn in Sulz mehr los sein könnte. Und da er in seiner Freizeit gerne Töff fährt, würde er sich freuen, wenn das «Fischergut» auch zu einem beliebten Ausflugsziel für Motorradfahrer werden würde.

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