Weniger Probleme mit Krähen

Di, 08. Okt. 2019
Nach Ansicht der Gemeinde hat der Einsatz der Falkendrohne etwas gebracht. Foto: Valentin Zumsteg

Der Gemeinderat Kaiseraugst zieht Bilanz

Im August kam in Kaiseraugst eine Falkendrohne zum Einsatz, um die Krähen bei der Siedlung Liebrüti zu vertreiben (die NFZ berichtete). Der Gemeinderat zieht nun eine positive Bilanz: «Der Falkendrohneneinsatz während drei Wochen hat die Krähenpopulation in Kaiseraugst aus der Überbauung Liebrüti vertrieben. Die Krähen haben ihre Schlafstätten in den angrenzenden Wald in Giebenach verlegt», teilt die Gemeinde mit. «Die Krähen sind morgens und abends über die Liebrüti geflogen, wenn die Drohne nicht im Einsatz gewesen ist und haben Zwischenhalt eingelegt. Wenig später sind sie dann weitergezogen. Die Anzahl hat in Kombination mit der Dezimierung, respektive den Abschüssen der Jagdgesellschaft auf einen Bestand von zirka 120 Krähen abgenommen. Der Lärm hat sich erheblich reduziert und zeitlich beschränkt», schreibt die Gemeinde weiter. Vorher seien es rund 250 Krähen gewesen.

Rund einen Monat nach Abschluss der Drohnenflüge ist die Sachlage mehrheitlich unverändert. Einige Krähen schlafen noch/wieder im Liebrüti-Areal, die restlichen haben ihre Schlafstätte im Wald beibehalten. Die Zwischenhalte sind bestehen geblieben und die Population ist ebenfalls bei 150 Krähen stagniert. «Der Lärm ist im Vergleich zur Ausgangslage reduziert worden, er nimmt nun jedoch im Vergleich zur Drohnenflugzeit wieder zu.» Leider konnte die Säule Nahrungsentzug noch nicht in gewünschtem Masse umgesetzt werden. Sicherlich ist die teilweise Rückkehr auch darauf zurückzuführen, erklärt der Gemeinderat.

«Es sind seit dem Drohneneinsatz keine Reklamationen bei der Verwaltung mehr eingegangen. Der Einsatz darf als Erfolg gewertet werden. Das Ziel der Krähenvergrämung, respektive der Lärmreduzierung auf einen akzeptablen Bestand/Pegel konnte erreicht werden.»

Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass diese Bewertung kurzfristig ist. Die Krähenlärm-Reduktion soll auch langfristig nachhaltig gesichert werden. Die Sachlage wird weiterhin beobachtet. Die Massnahmen bezüglich Nahrungsentzug sind in Bearbeitung und weitere Falkendrohneneinsätze sind ins Budget aufgenommen worden und werden, falls notwendig, im Januar 2020 durchgeführt. (nfz/mgt)

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