Rheinfelder schicken Steg knapp bachab

| So, 20. Okt. 2019

Die Stimmbürger der Stadt Rheinfelden haben den Zusatzkredit über 3,2 Millionen Franken für den Bau des neuen Rheinsteges mit 1853 Ja-Stimmen und exakt 2000 Nein-Stimmen abgelehnt. Bei einer Stimmbeteiligung von 50,7 % sprachen sich damit 51,9 % gegen den Steg aus.

"Es hat sich als richtig erwiesen, dass wir das Referendum ergriffen haben", sagt Béa Bieber von der GLP. Sie will sich jetzt stark machen für "wirkungsvolle Massnahmen zur Stärkung der Rheinfelder Altstadt".

"Der Stadtrat bedauert diesen Entscheid", erklärt Stadtammann Franco Mazzi in einer ersten Stellungnahme. Dieses Nein bedeute den "Abbruch einer zehnjährigen Planungsarbeit beider Rheinfelden", so Mazzi. Er spricht von einer verpassten Chance.

2016 hatten die Rheinfelder den geplanten neuen Rheinübergang für Fussgänger und Velofahrer bewilligt. Damals ging man allerdings von Baukosten in der Höhe von rund sieben Millionen Euro und einem Kostenanteil der Stadt von 1,5 Millionen Franken aus. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Steg 12,65 Millionen Euro kosten wird und Rheinfelden/Schweiz davon gut 4,7 Millionen Franken übernehmen muss. Die Rheinfelder Einwohnergemeindeversammlung vom 19. Juni 2019 genehmigte einen entsprechenden Zusatzkredit von 3,2 Millionen Franken mit 222 Ja gegen 181 Nein. Gegen diesen Entscheid ergriffen die SVP und die GLP erfolgreich das Referendum, deswegen mussten die Rheinfelder Stimmbürger am Sonntag nochmals über den Zusatzkredit entscheiden.

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Kommentare

Bea Bieber die Schuld in die Schuhe zu schieben ist zu einfach. Die SVP und die Mehrheit der Abstimmenden haben zu diesem Ergebnis geführt. Obwohl ich für den Steg war, kann ich dieses Resultat akzeptieren. Sind wir aber doch ehrlich, der Zusatzkredit war doch enorm, kommt hinzu, das der Steg auch nicht an die alte Örtlichkeit gebaut worden wäre und auch ein absolut neues Design erhalten hätte und deswegen auch kein Symbolkraft erhalten hätte. Auch der Stadtrat hat sich bei diesem Projekt nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mehrheitlich kann ich die politischen Entscheidungen von B.Bieber mittragen und werde sie auch wieder wählen, falls ich jeweils zustimmen kann. That's life!
Richtig so ein nein muss es sein.. Danke alle wo nein gestimmt haben...
Ein vernünftiger Entschluss. Die unrealistischen Erwartungen der Befürworter in dieses Projekt haben offenbar keine Mehrheit überzeugt, auch nicht die professionelle und aufwändige Kampagne für den Steg. Es ist ein starkes Zeichen für eine bodenständige und massvolle Politik auch in Zukunft. Es ist auch ein starkes Signal, dass in Rheinfelden parteiübergreifend Sachpolitik betrieben werden kann. Danke allen, die diesen mutigen und zukunftsweisenden Entscheid ermöglicht haben.
Finde ich gut, dass das auch mal gesagt wird, ich werde Béa Bieber auch nicht mehr wählen, fand das auch völlig unpassend, wie sie gegen den Steg vorging. Schade Béa, wir hätten den Steg gerne gehabt - und jetzt bekommen wir wohl die Nuzzolo Plattform, die wirklich niemandem etwas bringt. Ich hoffe, die anderen Grünliberalen haben hier mehr Taltgefühl!
Gratuliere Rheinfelden zu dieser weisen Entscheidung!
Definitiv schad für Ryfälde. Das hät gad für eltäri Kurgest wo nüme de gross rhyrundwäg weu mache u für die wo der wohne so e bericherig chöne sii! Vorallem würde die wo dert wohne de vilich ofter imt em velo als mit em auto is dütsche ga! Eigetor für die Grüne. Aber anders kenn i das leider nid. Z gliche isch im Haslital Berneroberland weg de Staumurerhöchig ar grimsle gsi!
Schade für Rheinfelden, Eigentor für die GLP. Schade für Rheinfelden, aber der Entscheid ist zu respektieren. Störend fand ich das Engagement von Bea Bieber gegen den Steg, denn der Steg hätte zum Symbol der GLP werden können: Ein architektonisches Meisterwerk für Fussgänger und Velofahrer. Ich weiss nicht, ob sie sich bewusst war, dass sie damit einigen grün liberal denkenden Wählern vor den Kopf gestossen ist. Rheinfelden war kurz vor einem grossen, symbolisch wichtigen Schritt, der mit den nun versprochenen Massnahmen nicht einfach wettzumachen ist. Ich kenne Leute, die sind nur wegen dem kommenden Steg nach Rheinfelden gezogen...

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