Neblig, aber stimmig

Di, 08. Okt. 2019
Werner Müller, Brigitte Schwaller, Pia Viel, Raphael Zimmerli, Viktor Reimann und Martin Steinacher liessen sich vor Ort über den Zustand des Waldes und die künftigen Herausforderungen informieren. Foto: zVg

Wanderung auf der Wasserscheide

Am Sonntag begab sich eine Gruppe der CVP-Wanderfreunde auf das Benkerjoch. Dort erwartete sie ein spannender Rundweg durch den Buchenwald mit vielen Informationen. Die Wetterstimmung war herbstlich kalt, mit viel Nebel und so wenig Aussicht in die Täler. Die Stimmung im Wald war aber ausserordentlich, wie in einem kleinen Urwald. Nach geografischen und geschichtlichen Erläuterungen zum Übergang Benkerjoch durch Peter Bircher, ging es auf Erkundung. Wie sieht der Wald heute aus und welche Herausforderungen steht ihm bevor mit dem Klimawandel? Die immer wärmer werdenden Sommer machen den Bäumen sehr zu schaffen. «Ein ausgewachsener Buchenbaum bräuchte etwa 400 Liter Wasser pro Tag», heisst es in der Medienmitteilung der CVP des Bezirks Laufenburg. Dass in einem trockenen und heissen Sommer, wie im 2018, die Blätter schon im Sommer fallen, erstaunt nicht. Der Wald musste sich aber schon viel früher anpassen und es darf nicht nur auf eine Baumart gesetzt werden. Neben der Hitze und Trockenheit sind nämlich auch viele andere Einflüsse zu berücksichtigen. So zum Beispiel die zirka 140 verschiedenen Borkenkäferarten, Stürme, die gegenüber den Südländern ausgeprägten Temperaturschwankungen übers Jahr oder auch der Kostendruck bei der Bewirtschaftung.

Erfreut zeigten sich die Anwesenden über die guten Ausbildungen der heutigen Förster und ihrer Weitsicht. «Was sie heute mit ihren Mitarbeitern für und im Wald leisten, kommt erst ihren nachfolgenden Generationen zu Gute. Sie können also nicht kurzfristig auf gute Rendite im Wald hinarbeiten, denn dies würde später anderen nichts nützen», schreibt die CVP weiter. Da die erwirtschafteten Preise des Nutzholzes für Heizen, Möbel oder den Holzbau kaum kostendeckend sind, ist heute vor allem die gute Pflege für die Zukunft gefragt. «Der Spagat der Waldanforderungen für Lebensraum, Naherholung, Sauerstofflieferant und Nutzung ist nicht einfach. So ist es sehr wichtig, der Bevölkerung und vor allem den heranwachsenden Kindern, dies vor Ort aufzuzeigen.» Förster Martin Blattner vom Forstbetrieb Jura (Waldungen im Eigentum der Ortsbürgergemeinden Densbüren, Erlinsbach, Küttigen und Obererlinsbach sowie dem Kanton Aargau) gab dazu einen guten Einblick und macht das auch immer wieder mit Schulklassen.

Die anwesenden NR-Kandidaten der CVP werden die Wanderung in guter Erinnerung behalten und für ihre folgenden politischen Tätigkeiten mitnehmen. Im Anschluss wurde trotz Regentropfen eine Wurst vom Grill genossen und weiter politisiert bei Kaffee und Kuchen. (mgt)

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