Es duftet nach Magenbrot und Chässchnitte

Di, 08. Okt. 2019

Schlechtes Wetter am Rheinfelder Herbstmarkt

Immer am ersten Wochenende im Oktober steht die Rheinfelder Altstadt im Mittelpunkt. 144 Marktstände boten ihre Waren feil und trotzten dem schlechten Wetter. Marktchef Michele Pelosi zeigte sich insgesamt sehr zufrieden.

Marcel Hauri

Es ist nicht zuletzt die Tradition, welche Leute aus nah und fern Anfang Oktober immer wieder nach Rheinfelden lockt. Seit über 50 Jahren gibt es den Herbstwarenmarkt. Obwohl sich die Zeiten längst geändert haben, hat der «Märt» auch heute nicht viel von seiner Faszination verloren. Insbesondere das Angebot hat sich stark in die kulinarische, kulturelle Richtung entwickelt, ja sogar Politiker mischten sich kräftig unter die Marktbesucherinnen und -besucher, kein Wunder, in zwei Wochen wird gewählt. Es ist aber auch immer wieder schön zu beobachten, wieviel eigenes Handwerk immer noch zu finden ist und wie viele Marktfahrer auch nach Jahrzehnten immer noch kommen. Es ist genau dieser Mix, den die Leute sehen wollen.

Man trifft sich am «Märt»
Der Magenbrotduft bei der Bäckerei Rohrer ging schon Tage vor dem Markt durch die Gassen, und Stände mit Marroni, Chässchnitten, Spanferkel, Güggeli oder Thaifood boten nebst den einheimischen Restaurants ein zusätzliches und vielseitiges kulinarisches Angebot. Es ist auch immer wieder zu beobachten, dass viele Rheinfelderinnen und Rheinfelder, welche schon längst nicht mehr im Zähringerstädtchen wohnen, genau dann, wenn Herbstmarkt ist, durch das Städtli bummeln, ganz nach dem Motto «sehen und gesehen werden». Mann und Frau trifft sich einfach am «Märt».

«Der allergrösste Teil ist zufrieden»
Marktchef Michele Pelosi organisiert schon zum 26. Mal den Rheinfelder Herbstmarkt und zeigte sich mit der Ausgabe 2019 sehr zufrieden. «Ich habe mit jedem einzelnen Marktfahrer und mit jeder Marktfahrerin gesprochen und der allergrösste Teil von ihnen war mit dem Geschäft dieses Wochenendes zufrieden», resümierte Pelosi. Auf dem Zähringerplatz sieht er allerdings noch Verbesserungspotential und die Baustelle bei der Fröschweid hat ihm auch einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber dank der Solidarität vieler Standbetreiber konnten viele Lücken spontan wieder geschlossen werden.

An beiden Tagen gab der Chor der Fricktaler Bühne im Rathaushof einige Müsterchen von der kommenden Produktion «Die lustigen Weiber von Windsor» zum Besten, dirigiert von der OK-Präsidentin Jeanne Pascale Künzli. Am 18. Oktober geht’s los im Bahnhofsaal. Noch etwas gewohnheitsbedürftig sind Guggenmusigklänge auf dem Zähringerplatz, dort wo früher jahrzehntelang das Karussell seine Runden drehte und der Ballonverkäufer für regelmässigen Stau sorgte. Nostalgie kommt hoch, wer an diese Zeiten zurückdenkt. Oktoberfeststimmung herrschte aber an der Schifflände, wo auch das passende Orchester für Stimmung im Biergarten sorgte. Auch die Marktgasse machte ihrem Namen wieder einmal alle Ehre.

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