Ein neues Herz für Basel – mit Ausstrahlung ins Fricktal

So, 11. Aug. 2019
Das Projekt Herzstück Y Basel verbindet die Basler Bahnhöfe und schafft unterirdisch zwei neue Tiefbahnhöfe. Grafiken: zVg

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land setzen sich für S-Bahnen ein – auch im Fricktal

Seit 2012 läuft das Projekt «Bahnknoten Basel», welches einen weitreichenden Ausbau des S-Bahn-Netzes vorsieht. Auch das Fricktal soll involviert werden.

Andrea Marti

Schon 2012 begann ein Projekt, dass heute aus einem Konsortium der beiden Basel besteht, dem «Konsortium Herzstück Basel». Das «Herzstück Basel» ist ein Projekt, das nicht nur die Basler Innenstadt und die deutschen sowie französischen Nachbarn betrifft, sondern auch das Fricktal. Dessen S-Bahn-Anbindung, die heute aus jeweils einem Stundentakt zwischen Basel und Laufenburg und einem Halbstundentakt zwischen Basel und Frick besteht, soll massiv ausgebaut und die Strecken verlängert werden. Doch bis zur Realisierung im Fricktal ist noch ein sehr weiter Weg.

Neue Bahnhöfe in und um Basel
Der Ausbau in Basel ist Teil des politisch noch nicht konkret geplanten, planerisch aber vorgezeichneten Projekts «Herzstück Basel». Dieses will das S-Bahn-Angebot in Basel massiv ausbauen. Teil der Vision sind nicht nur höhere Frequenzen auf den bestehenden Strecken, sondern auch neue Haltestellen in und um Basel. Dazu gehören als Herz des Projekts zwei Tiefbahnhöfe, einer bei der Schifflände (Bahnhof «Basel Mitte») und einer im Kleinbasel («Bahnhof Klybeck»). Diese beiden Bahnhöfe sollen an eine Durchmesserlinie angebunden sein, die den Badischen Bahnhof mit dem Bahnhof Basel SBB verbindet und so deren Nutzung als Durchgangsbahnhöfe ermöglicht. Heute sind beide Basler Bahnhöfe nämlich Sackbahnhöfe, in denen die meisten Züge wenden müssen. Dies führt dazu, dass lange Wartezeiten entstehen und die Gleiskapazitäten nicht voll genutzt werden können. Würde die Durchmesserlinie gebaut, hätte das somit auch auf die grossen Bahnhöfe in Basel und somit auf die ganze Metropolitanregion einen Einfluss.

Verbindungen fürs Fricktal
Folglich wäre auch das Fricktal von dieser neuen «Durchmesserlinie Herzstück Basel» betroffen. Denn zur Vision «Bahnknoten Basel» gehört auch die Verlängerung der heutigen S1-Strecken. So könnte eine zusätzliche Verbindung von Rheinfelden nach Zell im Wiesental (DE) führen, eine weitere Verbindung könnte Frick/Laufenburg und den Euro-Airport mittels S-Bahn verknüpfen. Diese Verbindungen fürs Fricktal sind jedoch im Moment noch Zukunftsmusik. Das gesamte Projekt «Basel Herzstück» erfordert Investitionen in der Höhe von 3,2 Milliarden Franken. Dieses Geld muss nicht nur, aber teilweise vom Bund gesprochen werden. Deshalb ist von der Vision «Herzstück Basel» erst ein Teil bereits daran, realisiert zu werden. So wurde der Neubau zweier Haltestellen in Basel-Stadt und Basel-Land sowie die Anbindung des Euro-Airport an das S-Bahn-Netz in die Ausbaustrategie für das nationale Bahnnetz bis 2035 aufgenommen. Ob und wann das Projekt «Herzstück Basel» fürs Fricktal konkrete Konsequenzen haben wird, muss sich jedoch noch zeigen. Lediglich Anfänge sind bereits getan.

Willkommen wäre ein Ausbau der S-Bahn-Verbindungen ins Fricktal sehr: Am Bahnhof in Rheinfelden sagen einige wartende S-Bahn-Passagiere, dass eine zusätzliche S-Bahn-Verbindung, etwa von Basel nach Laufenburg, durchaus gewünscht wäre. Doch ein Ausbau der S-Bahn-Verbindungen könnte auch erst der Anfang sein: So meint zum Beispiel Susanna Treier aus Rheinfelden, dass nicht nur Verbindungen, sondern auch Haltestellen fehlen: «Um mehr Leuten die Möglichkeit zu geben, mit dem ÖV in die Stadt Basel zu fahren, sollten auch geschlossene Stationen wie Sisseln und Münchwilen wieder eröffnet werden. Gerade für Personen, die sonst nicht mehr so mobil sind, wäre dies ein Gewinn.», meint die Rheinfelderin.

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