Volle Kirche, leere Bänke, rockiger Sound

Di, 18. Jun. 2019
Michael Fricker hatte nicht nur seinen London Rock Choir im Griff, sondern auch das begeisterte Publikum. Foto: Simone Rufli

Rund 230 Stimmen erfüllten am Freitagabend die vollbesetzte Kirche von Gipf-Oberfrick, als der London Rock Choir unter der Leitung von Michael Fricker zusammen mit Marcel Haslers Jugendchor Gipf-Oberfrick «Rock My Soul» sang.

Simone Rufli

Heiterefahne, was für eine Stimmung! 187 Sängerinnen und Sänger aus London gaben unter der Leitung des gebürtigen Frickers Michael Fricker eine ganze Reihe von weltbekannten Rock- und Popsongs zum Besten. Ganz besonders schön – auch für den organisierenden Fricktalischen Sängerbund (FSB) und dessen Präsidenten Remo Leubin – war der gemeinsame Auftritt mit dem Jugendchor Gipf-Oberfrick. Ihm fiel die Ehre zu, den Abend mit einer Auswahl seiner Lieder zu eröffnen. Darunter eben auch «Heiterefahne» von Trauffer. Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war die Kirche in Gipf-Oberfrick zu zwei Dritteln gefüllt. Als der Jungendchor die Bühne betrat, sassen dann gut und gerne 400 Besucher im Raum. Und als der singende Nachwuchs «Rock My Soul» anstimmte und die 187 Gäste aus London einer nach dem anderen singend durch die Kirche auf die Bühne schritten, sich dort um den Jugendchor gruppierten, da hielt es kaum mehr jemanden auf der Bank. Und so kam es, dass die Kirche zwar voll war, die Bänke aber mit zunehmender Konzertdauer leer waren, weil die einen auf engstem Raum mittanzten und die anderen im Stehen mitklatschten. In Einklang waren auch die beiden Gemeinden Gipf-Oberfrick und Frick, wie OK-Chef Rolf Hüsser betonte, der darauf hinwies, dass so ein internationaler Grossanlass nur in Zusammenarbeit und dank zahlreichen Sponsoren möglich wurde. Nachdem die Londoner bereits 2014 mit 120 Sängerinnen und Sängern am kantonalen Gesangsfest in Frick aufgetreten waren und am Freitag nun mit 187, gehe er davon aus, dass sie in fünf Jahren mit 250 Chormitgliedern ins Fricktal zurückkehren würden, meinte Hüsser, bevor sich der Chor – nach mehreren Zugaben – in den draussen wartenden Cars in Richtung Wohlen verabschiedete. Dort fand am Samstag das zweite Konzert statt. Beim Verlassen der Kirche ging es vermutlich allen so, wie der Jugendchor in seinem ersten Lied gesungen hatte: «Mit de Musig im Härz und de Musig im Chopf bisch du immer gueter Luune und kein arme Tropf.»

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