Fricktaler mögen es auf die harte Tour

Mo, 22. Apr. 2019

Die Tortour 2019 vom 15. bis 18. August verspricht den Teilnehmern ein hartes Abenteuer und unvergleichbare Emotionen sowie ein einzigartiges Rad-Erlebnis. Beim 1000 Kilometer langen Nonstop-Rennen rund um die Schweiz gehen auch vier Mitglieder des Veloclubs Kaisten an den Start.

Die Tortour ist der grösste mehrtägige Nonstop-Ultracycling-Event der Welt. Das Rennen mit Start und Ziel in Schaffhausen fordert Radsportlern und ihrer Crew alles ab: In nur zwei Tagen ist eine 1000 Kilometer lange Nonstop-Rennstrecke über mehrere Alpenpässe mit 15 600 Höhenmetern rund um die Schweiz zu meistern. Ununterbrochen. Tag und Nacht. Der harte, schweisstreibende Sportanlass ist unerbittlich und wird bei allen Involvierten unvergessliche Emotionen auslösen.

Veloclub Kaisten: Endlich auch am Start
Der VC Kaisten hatte die Teilnahme an der Tortour schon länger auf dem Radar. Doch erst in diesem Jahr werden vier Mitglieder an den Start gehen und ihren Willen, ihr Können und ihre Ausdauer beweisen. Das Team «VC Kaisten/Mazda Wendelspiess» besteht aus Djure Wendelspiess, Möhlin, Adrian Näf, Laufenburg, Marcel Hohler, Zuzgen, und Markus Mutter, Kaisten. Die Premiere wird den vier Fahrern alle körperlichen und mentalen Reserven abverlangen. Zum Begleittross zählen Joe Wendelspiess, Heinz Meier, Adrian Meier und Ruedi Gautschi im Begleitfahrzeug. Daria Wendelspiess ist für die Physio und Massage der Fahrer zuständig.

Einer der Fahrer, Adrian Näf, 48 Jahre, weiss, worauf er sich eingelassen hat, denn er ist der Einzige aus dem Team, der schon einmal an der Tortour teilgenommen hat. Im letzten Jahr fuhr er für eine andere Radsportgruppe: «Es war eine riesige körperliche Herausforderung. Trotzdem machte es Spass und ich bin in diesem Jahr erneut dabei.» Er kann den anderen drei Fahrern wertvolle Tipps für das Rennen mit auf den Weg geben.

Marcel Hohler, 42 Jahre, hat bereits diverse Triathlon-Rennen erfolgreich absolviert. In seinen Augen ist die richtige Zusammenstellung des Teams sowie die Organisation von Material, Fahrzeugen und Fahrern die Grundlage für eine erfolgreiche Teilnahme, mal abgesehen von der körperlichen Fitness der Fahrer: «Durch den Eintritt von Djure Wendelspiess in den VC Kaisten können wir unseren Traum verwirklichen. Er wollte schon lange an der Tortour teilnehmen und hat in unserem Verein nach Gleichgesinnten gesucht und das Feuer neu entfacht.»

Markus Mutter, 48 Jahre, kommt aus dem Extrem-Leistungssport und ist ein erfahrener Triathlet. «Ich war sofort von der Idee begeistert, obwohl mir dabei Rennen und Schwimmen eigentlich fehlen. Für mich ist die grosse Unbekannte, wie ich mit dem Schlafentzug umgehen kann. Theoretisch kann man in der Zeit, in der man nicht selber auf dem Sattel sitzt und im Bus mitfährt, schlafen. Die Frage ist aber, ob das in der Praxis wirklich funktionieren wird.»

Djure Wendelspiess, 37 Jahre, war schon seit längerer Zeit an einer Teilnahme an der Tortour interessiert. «Als Einzelfahrer wäre die Tortour für mich nebst Familie und Firma nicht zu stemmen. Doch nach meinem Eintritt in den Veloclub Kaisten vor zwei Jahren nahm das Projekt immer konkretere Formen an und jetzt wird aus dem Traum Wirklichkeit.» Djure Wendelspiess lässt sich von Sportcoach Gregor Lang beraten, der einen individuellen Trainingsplan für ihn erarbeitet hat.

Hart – herrlich – unvergesslich
Die erste Etappe, die mittlere und die letzte Etappe fährt das ganze Team jeweils gemeinsam. Dazwischen ist immer nur ein Fahrer im Einsatz. Die anderen fahren dann im Begleitfahrzeug mit. Der Wechsel erfolgt jeweils bei einer Zeitstation, also zirka alle 50 Kilometer. Ein Team benötigt für die gesamte Distanz rund 32 Stunden. Jeder Fahrer muss vier Streckenteile à zirka 50 Kilometer alleine absolvieren und kommt mit den gemeinsam absolvierten Abschnitten auf 320 bis 400 gefahrene Kilometer sowie 4000 Höhenmeter.

Training zur Vorbereitung
Die vier Fahrer trainieren individuell zwischen acht und zwölf Stunden pro Woche, um sich auf die Teilnahme an der Tortour vorzubereiten. Nur so ist es möglich, die notwendige Leistung am Tag X abzurufen. Und dann heisst es: Schwitzen, auf die Zähne beissen, positiv denken und alle Kräfte mobilisieren. (mgt)

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