Deutscher Gemeinderat gibt grünes Licht für Rheinfelder Rheinsteg

| Do, 11. Apr. 2019

Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat von Badisch Rheinfelden nach kontroverser Diskussion dem Bau des neuen Rheinstegs - trotz deutlicher Mehrkosten - zugestimmt. Die Bauvergabe soll nach Entscheidung auf Schweizer Seite erfolgen.   

Nach teils kontroversen Standpunkten bei der Diskussion über den neuen Rheinsteg stimmte der Gemeinderat der Stadt Rheinfelden (Baden) am Donnerstagabend, auf Grundlage des letztverbindlichen Angebots der beiden Bieterfirmen zum Bau des Projekts, den Mehrkosten für die Stadt in Höhe von 694 437,33 Euro auf insgesamt überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 2 501 679,23 Euro mehrheitlich zu. Damit ger er grünes Licht für die Realisierung des grenzüberschreitenden Projekts. Die Bauvergabe soll nach Entscheidung auf Schweizer Seite erfolgen.   

Die Befürworter des Stegs setzten sich bei der Abstimmung durch und konnten die Mehrheit der Räte mit ihren Argumenten für das Projekt überzeugen. Besonders hervorgehoben wurde dabei mehrfach die grosse Bedeutung des Stegs für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie für die Naherholung der Einwohner beider Städte. Ebenso wurden die hohen Fördersummen für das „Leuchtturm-Projekt“ durch das Land Baden-Württemberg und Interreg gewürdigt.    

Auf Schweizer Seite steht die Entscheidung zum Projekt noch aus und ist am 19. Juni Gegenstand der Gemeindeversammlung.

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Kommentare

Gratulation an Barbara Martens super Kommentar in der fricktal Info genau so läuft das SPIEL ..
Die Bürger des badischen Rheinfelden haben leider die Demokratie verlernt. Daher ist es möglich, dass unsere Politiker Abstimmungsverfahren verfassen, die Abstimmungen wie jene zum Rheinsteg möglich machen, nämlich ein Contra Ergebnis, das nicht gewertet wird. Dazu ein Gemeinderat, der ein Projekt befürwortet, das finanziell aus dem Ruder läuft. Verkehrte Welt. Das einzusetzende Geld könnte auf beiden Seiten so viel mehr bewirken. Den eidgenössischen Rheinfelder Bürger ist dringend zu empfehlen kritisch auf die Fakten zu schauen. Den Politikern auf beiden Seiten sei versichert, dass nicht nur Rheinstege Kommunikation unserer Völker bewirken, sondern auch bereits die vielen sozialen Aktivitäten der beiden Rheinfelden. Die kosten sicher weniger und verbinden mehr.
Es ist unglaublich wie sich hier die Stadträte der einzelnen Gemeinden wieder einmal über Ihre Wähler hinwegsetzen .Bei der Abstimmung auf der deutschen Seite haben sich die Gemeinden ausser Rheinfelden gegen das Projekt ausgesprochen . Liebe Stadträte seid Ihr Volksvertreter oder Selbstdarsteller .
exakt, meine Meinung ich hatte schon mehrere ähnliche Kommentare gesandt, komisch, ich finde hier aber keinen wieder ...
Niemand thematisiert die ungeheuerliche Kosten-Diskrepanz zwischen Projekt und Angeboten, internationaler Baukartelle? (Wer sind die eigentlich?) Es muss sich rumgesprochen haben, dass Rheinfelden finanziell gut genug dasteht, um ordentlich gemolken zu werden. Auf solche Machenschaften sollte man sich nie einlassen. So hübsch die Bilder auch wirken, womöglich stellen sich hinterher noch weitere Probleme. Wie resistent ist die fragile Konstruktion eigentlich bei Sturmwinden? (Der Brandschutz dürfte hier ja keine Rolle spielen). Unnötiger Luxus.
Korrekt, mit einem Vorbehalt. Für einmal fällt mir kein Spruch ein. Hängt vielleicht damit zusammen, dass der im Raum stehende Verdacht und die geäusserten Befürchtungen nicht lustig sind. Daraus folgt allerdings nicht zwingend, dass es sich um einen unnötigen Luxus handelt. Das ist eine andere Frage.

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