«Wir halten an unserer Strategie fest»

Fr, 15. Mär. 2019

Möhlins Gemeinderat Karl Eiermann äussert sich zur Kritik der Bez-Lehrer

Das Lehrerkollegium der Möhliner Bezirksschule hegt Zweifel, dass die von Gemeinderat und Schulpflege verfolgte Variante mit einem Oberstufenzentrum im Steinli wirklich die beste sei. Der für die Schule verantwortliche Gemeinderat Karl Eiermann nimmt Stellung.

Ronny Wittenwiler

NFZ: Karl Eiermann, überrascht Sie die Kritik des Lehrerkollegiums der Bezirksschule?
Karl Eiermann:
Ich habe nicht damit gerechnet. Zumal der Gemeinderat mit den Lehrern vor einem Jahr zusammengesessen ist und in einem vierseitigen Papier die Strategie mit dem Oberstufenzentrum Steinli dargelegt hat.

Just bei diesem Treffen sollen die Lehrer bereits Bedenken geäussert haben – ohne Wirkung, wie sie bemängeln.
Die Lehrer äusserten Bedenken, das stimmt. Der Gemeinderat erklärte, dass er dennoch an der Strategie festhalten wolle. Trotzdem hätten wir das besser machen können und uns nach diesem Treffen nach dem Befinden der Lehrer erkundigen sollen.

Können Sie die Bedenken der Lehrer nachvollziehen?
Absolut. Dieses Gebilde im Steinli mit neu sämtlichen Oberstufen ist eine Art Fusion. Die Bezirksschule kommt zu den bereits dort angesiedelten Sekundar- und Realschulen hinzu. So ein Prozess braucht Zeit, weil man nicht im Voraus weiss, wie man empfangen wird. Doch ich bin überzeugt, dass dieses Miteinander, das es letztlich sein soll, funktionieren wird.

«Nochmals über die Bücher gehen», wie es die Lehrer der Bezirksschule fordern, kommt nicht infrage?
Nein. Das Vorhaben wurde 2015 bereits angekündigt. Im Sommer 2016 informierte der Gemeinderat erneut – auch da gab es keine Anzeichen seitens der Lehrerschaft, gegen die «Variante Steinli» Einfluss nehmen zu wollen.

Die Lehrer kritisieren aber, dass viele Parameter, die für eine Variante Oberstufenzentrum Steinli sprachen, sich längst verändert haben.
Der Gemeinderat hat sämtliche Änderungen stets in Betracht gezogen, doch auch unter Berücksichtigung des ganzen Wandels erachtet er die Variante mit dem Oberstufenzentrum Steinli als die beste. Sie widerspiegelt zudem die vom Kanton verfolgte Konzentration der Oberstufenzentren.

Es kommt also an der Gemeindeversammlung im Juni zur Kreditvorlage für einen Neubau am Standort Steinli, den die Bezirksschule dereinst beziehen soll?
Ja. Die Summe können wir demnächst festlegen. Wir rechnen etwa Ende März damit.

Was, wenn der Kredit abgelehnt wird?
Dann müssten wir Provisorien errichten, die uns auch wieder Geld kosten. Wir brauchen den neuen Schulraum.

Abgesehen von den gängigen Argumenten, was spricht aus Ihrer Sicht sonst noch für ein Oberstufenzentrum Steinli?
Für die Kinder ist es eine Bereicherung. Sie können mit ihren Kolleginnen und Kollegen von der ersten Primar bis zur neunten Klasse zusammenzubleiben, denn mit der Oberstufe konzentriert auf einen Standort gibt es keine räumliche Trennung mehr.

Sie sind zuversichtlich, dass die Kreditvorlage eine Mehrheit findet?
Wir sind uns bewusst, dass es eine gute Aufklärungsphase braucht. Das gleisen wir jetzt auf.

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