Die Kleinsten auf den Spuren der Wissenschaft

Fr, 08. Feb. 2019
Jungforscher halten ihre Probevorträge Kindern der Kinderuni Hochrhein. Foto: Philipp Wente

Kinderuni Hochrhein in Kaiseraugst

Am Mittwoch fand erstmalig die Kinderuni Hochrhein extern bei Roche in Kaiseraugst statt. Mit dabei waren auch Jungforscher des Schülerforschungszentrums phaenovum aus Lörrach, die ihre Projekte für den Wettbewerb «Jugend forscht» präsentierten.

Birke Luu

54 Kinder der Kinderuni Hochrhein, davon viele aus dem Fricktal, stürmten letzten Mittwoch um 15 Uhr in das Roche-Auditorium am Standort Kaiseraugst. Wohl selten hat der Raum so viel Vorfreude und quirlige Neugier erlebt. Gespannt warteten die 8- bis 12-Jährigen auf das, was ihnen ihre erste Exkursion alles zu bieten hatte. Und davon gab es einiges.

Von Kindern für Kinder
Die Veranstaltung stand unter dem Motto «Warm-up für Jugend forscht». Während die Kinderuni die interessierten Zuhörer lieferte, stellte das Schülerforschungszentrum phaenovum die Vortragenden. Und diese sechs Jungforscher waren mit ihren 10 bis 15 Jahren nur wenig älter als ihre Zuhörer. Die anwesenden erwachsenen Begleitpersonen waren somit – ganz gewollt – nur «Randdeko», während die Vorträge «von den Jungen für die Jungen» gehalten wurden, wie Helmar Burkhart, Rektor der Kinderuni Hochrhein, es begeistert formulierte. Die Eltern waren selbstverständlich auch nicht dabei.

Doch worum ging es bei den Vorträgen? Helga Martin, Geschäftsführerin von phaenovum, erklärte: «Unser Schülerforschungszentrum ist immer wieder sehr erfolgreich bei Jugend forscht vertreten. Der nächste Wettbewerb steht am 14. Februar an, weshalb es eine wunderbare Gelegenheit für unsere Jungforscher ist, ihre Forschungsergebnisse schon einmal vor Publikum zu präsentieren.» Und so erläuterten drei von phaenovum ausgewählten Schülergruppen ihr jeweiliges Projekt – alles eigene Forschungsideen, die erstaunlich souverän vorgetragen wurden. Die Kinder der Kinderuni waren aufmerksame Zuhörer, ganz ruhig und voll dabei. «Kinder können viel kindgerechter erklären als Erwachsene», erläuterte ein junges Mädchen. Obwohl die Themen inhaltlich nicht einfach zu verstehen waren, dachten die jungen Zuhörer mit und hatten im Anschluss sowohl interessante und relevante als auch manchmal einfach nur herrlich ehrliche Nachfragen.

Das blaue Wunder
Nach den Vorträgen hatte dann Serge Corpataux, Leiter des Schullabors Experio Roche, noch ein Überraschungsexperiment vorbereitet, an dem alle 60 Kinder teilnehmen durften. Im Vorfeld hatte er versprochen, dass die Schüler ihr blaues Wunder erleben würden, und so wurde dann im Labor das Prinzip des Tintenkillers erforscht. «Fragen stellen und herausfinden, wie es wirklich geht, das machen sowohl wir bei Roche als auch ihr bei Jugend forscht», erklärte Corpataux und schlug damit den Bogen zwischen jungen Forschern und grosser Industrie.

Ob diese Sonderausgabe der Kinderuni wiederholt wird, steht noch nicht fest. «Der Ausflug war cool und hat Spass gemacht», lautet jedenfalls das begeisterte Fazit der Kinderuni-Kids. «Die Kinderuni können wir nur allen anderen Kindern weiterempfehlen.»

www.kinderuni-hochrhein.eu
www.phaenovum.eu

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