Gemeinde soll Bürgschaft von 10 Millionen Franken übernehmen

Sa, 17. Nov. 2018
Das heutige Alterszentrum «Rinau Park» soll durch einen Neubau ersetzt werden – für die Finanzierung braucht es die Hilfe der Gemeinde Kaiseraugst. Foto: Valentin Zumsteg

Kaiseraugster Stiftung «Rinau Park» plant Neubau für rund 50 Millionen Franken

Das Alterszentrum «Rinau Park» in Kaiseraugst soll durch einen Neubau ersetzt werden und zusätzlich Alterswohnungen erhalten. Um die Investitionskosten von rund 50 Millionen Franken zu finanzieren, will der Gemeinderat eine Bürgschaft gewähren.

Valentin Zumsteg

Grosse Pläne in Kaiseraugst: Das heutige Alterszentrum «Rinau Park» mit seinen 40 Betten soll in den nächsten Jahren durch einen Neubau mit maximal 70 Betten ersetzt werden. Daneben sind zusätzlich zwischen 30 und 35 Alterswohnungen vorgesehen. Das Bebauungskonzept sieht im südlichen Parzellenbereich einen maximal viergeschossigen Altersheim-Neubau und im nördlichen Teil zwei dreigeschossige Bauten mit Alterswohnungen vor. Nach Umlagerung des Betriebs in den Neubau wird das bestehende Alters- und Pflegeheim rückgebaut und es werden in einer zweiten Etappe die Alterswohnungen für das betreute Wohnen im nördlichen Teil der Parzelle realisiert – soweit die Planung.

Nicht genügend Eigenmittel
Wenn alles rund läuft, soll das Projekt bis in die Jahre 2022/2023 umgesetzt sein. Im Juni 2017 haben die Kaiseraugster Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung mit einem Schenkungsvertrag das heutige Alterszentrum unentgeltlich an die Stiftung «Rinau Park» übergeben (die NFZ berichtete). Damit wurde die Basis für die grossen Pläne der Stiftung gelegt.

Jetzt soll es einen Schritt weiter gehen. Der Stiftungsrat hat eine Grobkostenschätzungen erstellen lassen. Er geht von einer Investition von rund 50 Millionen Franken für den Neubau aus. Da die Stiftung aber nicht über genügend Eigenmittel verfügt, um die Finanzierung mit Hypotheken sicherzustellen, soll die Gemeinde mithelfen. Vorgesehen ist eine Bürgschaft von maximal 10 Millionen Franken von der Einwohnergemeinde. Die Laufzeit beträgt maximal 55 Jahre ab Abschluss der Realisierung des Bauprojektes.

«Geringes Risiko»
In seiner Würdigung des Geschäfts betont der Gemeinderat, dass für die Einwohnergemeinde Kaiseraugst ein gesetzlicher Auftrag bestehe, «Altersheimplätze» zur Verfügung zu stellen: «Aufgrund des Cashflows gemäss Betriebskostenschätzung in der Höhe von 1,18 Millionen Franken erachtet der Gemeinderat das Risiko der Bürgschaft als gering.» Aus diesem Grund unterstütze er die Gewährung einer Bürgschaft. An der kommenden Einwohnergemeinde-Versammlung vom 28. November entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das Geschäft.


Mehr Steuern budgetiert

Das Budget 2019 der Einwohnergemeinde Kaiseraugst basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 81 Prozent. Der Gemeinderat rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 17150 Franken. Der budgetierte Steuerertrag beläuft sich auf rund 19,5 Millionen Franken und liegt damit zirka 240 000 Franken über dem Budget 2018. In der Investitionsrechnung sind Nettoinvestitionen von 717000 Franken geplant. Investiert wird in die Sanierung des Schwimmbades, bei der Informatik in die Neuorganisation «Archiv & Digitalisierung» sowie in die Erstellung des Kreisels «Hirsrütiweg» mit Strassensanierung. (nfz)

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