Wachstum nimmt Fahrt auf

So, 05. Aug. 2018

Freude beim Gemeinderat Mettauertal: Die Bemühungen für Wachstum tragen erste Früchte.

Bernadette Zaniolo

In der Gemeinde Mettauertal wurde und wird gebaut. Nun ist die magische Zahl, oder wie Gemeindepräsident Peter Weber sagte, «ein Meilenstein» erreicht. Mettauertal hat erstmals mehr als 2000 Einwohner. Inna Schreiner-Jehle ist die 2000. Einwohnerin. Sie zog am 12. Juni von Laufenburg in den Ortsteil Etzgen. Dies wurde am Montagabend in einer schlichten Feier und der Übergabe eines Einkaufs-Gutscheins gewürdigt. Mit dabei waren auch Jürgen Jehle, der Partner von Inna Schreiner-Jehle als 1999. Einwohner und Therese Fuchs, die 2001. Einwohnerin von Mettauertal sowie Sandra Umbricht, Leiterin Einwohnerdienste von Mettauertal.

«Man sieht wie lange es braucht», so Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal. Damit meinte er die Schaffung von Wohnraum und die dafür notwendigen Grundlagen wie die Bau- und Nutzungsordnung.

Bei der Fusion der bis Ende 2009 eigenständigen Gemeinden Etzgen, Hottwil, Mettau, Oberhofen und Wil zur Gemeinde Mettauertal im 2010 zählte diese 1927 Einwohner. Nach dem Zusammenschluss sank die Einwohnerzahl sogar mal auf 1897. Seither wächst sie. Und seit einem halben Jahr «rockt» es so richtig, freut sich der Gemeindepräsident. Gleichzeitig betont er jedoch, dass man nicht per se grösser werden wolle, «sondern aus betriebswirtschaftlichen Gründen». Die Infrastruktur der Gemeinde Mettauertal kann ein Wachstum bis zirka 2500 Einwohner verkraften.

Apropos Kraft: Die Steuerkraft je Einwohner betrug vor dem Zusammenschluss (im 2009) 1934 Franken. Im 2010 ging diese zurück auf 1829 Franken. Von 2011 bis 2014 stieg sie kontinuierlich an auf 2262 Franken je Einwohner. In den folgenden beiden Jahren war die Steuerkraft pro Einwohner wieder leicht rückläufig; im 2017 stieg sie dann wieder auf 2201 Franken an. Der Steuerertrag der Gemeinde Mettauertal (Einkommensund Vermögenssteuern der natürlichen Personen) lag am Ende des ersten Jahres nach der Fusion (2010) bei 3,8 Millionen Franken; 2014 waren es 4,2 Millionen Franken. Nach einem leichten Rückgang im 2015 zeigt der Trend auch hier wieder nach oben. Im 2017 waren es rund 4,24 Millionen Franken.

Doch warum aufs Land?
«Es ist grün, sehr schön und klein», begründet Inna Schreiner-Jehle den Umzug von Laufenburg nach Etzgen. Und der neue Wohnort sollte auch zentral sein (am Arbeitsweg ihres Partners). Die Wohnung in Laufenburg sei zwar auch schön gewesen, doch in Etzgen finde man die Ruhe, wenn man sie haben will (Jürgen Jehle). Von etwas weiter her (aus Breitenbach im Laufenthal/Baselland) zugezogen ist Therese Fuchs. Und doch ist sie näher; bei ihrem Sohn, der bereits in Etzgen wohnt. «Jetzt ist es schön; es ist alles auf einem Boden», freuen sich Therese Fuchs und ihre Tochter, die ebenfalls nach Etzgen gezogen ist. Das Haus in Breitenbach sei zu gross gewesen, vor allem nach einem Sturz von Therese Fuchs wurde es schwieriger. «Uns gefällt es sehr gut. Wir waren schon immer auf dem Land», freuen sich Mutter und Tochter. Und das spricht für sich: Wenn nach dem Sohn nun auch noch Mutter und Tochter nach Etzgen beziehungsweise in die Gemeinde Mettauertal ziehen, muss es ihnen hier ja gefallen.

Am 30. Juli zählte die Gemeinde Mettauertal bereits den 2009. Einwohner.

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