Ein Erzähler auf Spurensuche

Do, 14. Jun. 2018
Erst wenn Kaspar Lüscher seine Spurensuche abgeschlossen hat, setzt er sich hin und verfasst eine Geschichte. Foto: Susanne Hörth

Lesung mit Kaspar Lüscher

Bereits zum vierten Mal setzt der Gipf-Oberfricker Schauspieler, Autor und Geschichtenerzählung Kaspar Lüscher mit einer Hommage an den jeweiligen Künstler den Schlusspunkt einer Ausstellung in der Galerie Artune in Frick.

Susanne Hörth

Vor drei Jahren stellte Susi Kramer aus Oberhof ihre Acryl-Objekte in der Fricker Galerie Artune aus. Galerist Peter Stocker fragte damals auch den Autor und Geschichtenerzähler Kaspar Lüscher aus Gipf-Oberfrick an, ob er an der Finissage in Form einer Lesung das Schaffen der Künstlerin würdigen möchte.

«Als ich zusagte, begann auch gleichzeitig eine Suche», so Lüscher. Er setzte sich mit den Werken der Künstlerin auseinander, sprach mit ihr, ging auf Recherche. Suchte nach Zusammenhängen, scheinbaren Zufälligkeiten, setzt neue Blickwinkel, tauchte in verschiedenste Literaturen ein und liess im Kopf eine erste Fassung einer noch nicht abgerundeten Erzählung entstehen. Er tippte Sätze in den Computer ein, um sie dann wieder zu löschen. Begann von vorne. Und schliesslich sass er in den offenen, lichtdurchfluteten Artune-Räumlichkeiten, umgeben von Susi Kramers Werken. Zuhörer waren da, sie schauten und horchten. Genossen eine eigens für die Künstlerin und ihr Schaffen, aber auch für den Ausstellungsort und seinen Besitzer geschriebene Geschichte.

Seine Handschrift
«Ein Jahr später wurde ich von Peter Stocker für die Finissage von Sybille Krauer-Büttiker und im letzten Jahr für jene von Erwin Rehmann angefragt», freut sich Kaspar Lüscher, dass er mit seiner persönlichen Handschrift bereits etwas zu einer speziellen Ausstellungsumrahmung beitragen konnte. Und es geht weiter. Bereits in einer Woche, am Donnerstag, 21. Juni, wird Kaspar Lüscher wieder eine Hommage zum Ausstellungsende präsentieren. «Dieses Mal ist es aber etwas anders. Es sind mit Doris Becker-Galantay und Matthias Spiess gleich zwei Künstler, denen ich gerecht werden möchte.» Die Suche hat längst begonnen. Die Spurenfindung ist zwar noch nicht abgeschlossen, doch Kaspar Lüscher kennt die Richtung. Hat sie durch Betrachten, durch Gespräche und Vertiefen in verschiedenste Bücher schon längst eingeschlagen. Dass bei seinen Vertiefungen auch Anker-Bilder, die Wissenschaft und die Schöpfung eine Rolle spielen, das erwähnt er nur in einem Nebensatz. Schliesslich will er neugierig machen und dazu auffordern, eine am 21. Juni angelehnte Türe ganz zu öffnen und zum Schauen und Hören in die Galerie Artune einzutreten.

«Der Blick ins Dunkel oder wenn zwei sich im selben Lichte» lockt die Galerie Artune, vielmehr Peter Stocker. Und Kaspar Lüscher freut sich, seine Zuhörer auf eine «gfreute Darbietung, die auch mit einem Augenzwinkern begleitet ist» einzuladen.


Donnerstag, 21. Juni, 19.30 Uhr. Galerie Artune in Frick

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