Ein Turm als Tor zur Stadt?

  22.01.2018 Rheinfelden

Vorschlag sorgt in Rheinfelden für Diskussionen

An der Baslerstrasse in Rheinfelden könnte ein Turm das Tor zur Kernstadt bilden, so die Idee des renommierten Architekten Max Dudler. Die Anton Giess AG stellt den Vorschlag zur Diskussion. Die Reaktionen sind deutlich.

Valentin Zumsteg

Ein zehnstöckiger Turm direkt hinter dem ehemaligen Altersheim Kloos und der Kapelle? So sieht die Idee aus, die der international bekannte Architekt Max Dudler entwickelt hat. Die Visualisierung macht die Dimensionen deutlich.

«Ein inspirierender Vorschlag»
Die Rheinfelder Anton Giess AG hat zusammen mit Max Dudler die Wohnüberbauung an der Kaiserstrasse in unmittelbarer Nachbarschaft realisiert. Die 40 Wohnungen und Gewerbeflächen werden derzeit bezogen. «Wenn wir bauen, dann beziehen wir immer die ganze Umgebung mit in die Gestaltung ein. Die Idee des Turms ist entstanden, als wir Mutmassungen darüber anstellten, wie die Gestaltung des gesamten Areals mit Kreisel, Salmenpark und Kapelle wirkt. Dabei haben wir festgestellt, dass ein markantes Element der Umgebung guttun würde», erklärt Simon Giess von der Giess AG. Ein solcher Turm würde aus seiner Sicht sehr gut zum neuen Quartier passen. «Es ist ein markantes Symbol, das dem Besucher signalisiert: hier beginnt der Kern der Stadt», sagt Giess.

Handelt es sich bei dieser Idee um einen Werbegag, ein Gedankenspiel oder gibt es ernsthafte Absichten, ein solches Projekt voranzutreiben? Und hat es am vorgeschlagenen Standort überhaupt genügend Platz? «Sagen wir mal so, es ist eine ernsthafte Idee, die wir verfolgen und die wir zur Diskussion stellen. Wir finden, der Entwurf ist ein inspirierender Vorschlag. Das Gebäude kann Gästen und Anwohnern gleichermassen dazu dienen, die Stadt symbolisch zu betreten», führt Simon Giess aus. Max Dudler glaubt, dass ein solches Bauwerk ein Wahrzeichen von Rheinfelden werden könnte, das zur Identität der Stadt beiträgt.

«Grauenvoll. Bitte nicht»
Die Anton Giess AG hat die Idee auf ihrer Facebook-Seite zur Debatte gestellt. Die Reaktionen fallen fast durchwegs negativ aus. «Ganz einfach: schrecklich», heisst es etwa. Oder: «Grauenvoll. Bitte nicht. Dudler muss nicht überall bauen. Zudem ist Rheinfelden nicht Zürich.»

 


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote