«Wir müssen uns um diese Menschen kümmern»

| Do, 10. Mär. 2016
«Die Integrationsfrage kann der Staat nicht alleine bewältigen», sagt Ursula Willenegger (rechts) von der IG Integration. Dabei erhält sie grosse Unterstützung von Alexandra Kölz (links) und Verena Buol (Mitte). Foto: Bernadette Zaniolo

Die IG Integration arbeitet mit der Gemeinde Gipf-Oberfrick zusammen, um Flüchtlinge besser zu integrieren. Speziell dabei: Alle Flüchtlinge im Dorf sollen einen Götti oder eine Gotte erhalten.

Von Bernadette Zaniolo

«Wir müssen uns um die Flüchtlinge in unseren Dörfern kümmern, egal welchen Flüchtlingsstatus sie haben. Denn sie werden für längere Zeit hier und in der Schweiz bleiben», sagt Verena Buol. Und Ursula Willenegger ergänzt: «Die Integrationsaufgabe kann der Staat nicht alleine bewältigen.» Dass man diesen Menschen helfen will, steht für einige Gipf-Oberfricker seit längerem fest. Nach einem von SP-Grossrätin Elisabeth Burgener geführten «Küchen-Tischgespräch» haben gemäss Alexandra Kölz schnell zirka 30 Personen, über alle Parteigrenzen hinaus, ihre Mithilfe signalisiert.

Die drei Frauen gehören der im Herbst ins Leben gerufenen IG Integration (IGI) an. Sie und andere engagierte Personen setzten sich weiter mit der Flüchtlingsproblematik auseinander. In Gesprächen untereinander, mit der Gemeinde, dem Sozialdienst der Gemeinde, aber auch mit dem Kirchlich Regionalen Sozialdienst sowie dem Netzwerk Asyl erfuhren sie, welche Angebote die IG Integration (IGI) – vormals IG Flüchtlinge – schaffen könnte. «Speziell an unserem Projekt ist, dass wir mit dem Sozialdienst der Gemeinde direkt zusammenarbeiten wollen und das Ziel haben, allen Flüchtlingen im Dorf einen Götti oder eine Gotte zu geben», hält Ursula Willenegger im Gespräch mit der NFZ fest. Gemäss Willenegger ist dies «ein realistisches Ziel, weil es in Gipf-Oberfrick erst zirka zwölf Flüchtlinge gibt». Die personelle Zuteilung soll durch den Sozialdienst der Gemeinde Gipf-Oberfrick erfolgen, in engem Austausch mit den vorgesehenen Wegbegleitern (Götti/Gotte). Zudem soll es einen «Pool von Freiwilligenangeboten» geben.

An einer öffentlichen Versammlung der Freiwilligen am 23. März können sich die Teilnehmer für die verschiedenen Themengruppen, in welchen sie mitmachen möchten, entscheiden. Dies sind nebst der «Wegbegleitung», Unterstützung beim Meeting-Point des Regionalen Kirchlichen Sozialdienstes in Frick, den Deutschkursen, Sport oder etwa beim Betreiben eines gemeinsamen «Pflanzblätz». Die IGI ist offen für das Einbringen von weiteren Themen. Die drei Frauen betonen, dass sich die Freiwilligen abgrenzen können. Wenn man sich für eine solche Freiwilligenarbeit entscheidet, müsse dies nicht für immer sein. Man könne ein Mitwirken beispielsweise nur auf den Sommer oder den Winter beschränken oder auf einzelne Themen.

Am 23. März, 19.30 Uhr, findet im Pfarreisaal des katholischen Kirchgemeindehauses in Gipf-Oberfrick die Versammlung der IG Integration (IGI) statt. Die Versammlung ist öffentlich. Sie steht allen Personen offen, die sich für die bessere Integration von Flüchtlingen in der Region Frick interessieren und eventuell engagieren wollen.

 

Kommentare

Bis jetzt hab ich Integration so erlebt.Käffeele und den Asylanten in allem Recht geben.Von Wohnungs-Reinigung,Wäsche nicht in der Badewanne waschen,damit man noch mehr Geld nach Afrika senden kann,Kehricht mit Gebührenmarke entsorgen,Nicht über das WC oder Küchenablauf,Wasserhahnen schliessen,Kühlschrank reinigen,nicht auf Höchstleistung laufen lassen damit das Ablaufdatum der Tischleindeckdich-Ware länger hält,Lautstärke drosseln,Ruhezeiten einhalten,Hausordnung beachten,Mengenbelegung der Wohnung einhalten,usw,usw, Bei mir sind sie Chancenlos,denn ich habe genug gesehen.Leider muss ich diesen Leerlauf mit meinen Steuern unterstützen.

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