Spatenstich im Januar, Einweihung am Sonntag: Der Werkhof des Forstbetriebs Region Möhlin ist ein Zeichen der Zeit.
Ronny Wittenwiler
Urs Steck, Leiter Forstbetrieb Region Möhlin, und sein Stellvertreter Marc Oeschger sitzen im Aufenthaltsraum, blicken zurück auf die ...
Spatenstich im Januar, Einweihung am Sonntag: Der Werkhof des Forstbetriebs Region Möhlin ist ein Zeichen der Zeit.
Ronny Wittenwiler
Urs Steck, Leiter Forstbetrieb Region Möhlin, und sein Stellvertreter Marc Oeschger sitzen im Aufenthaltsraum, blicken zurück auf die Waldbereisung vom Sonntag und dabei auf das eigentliche Highlight: Die Einweihung des Forstwerkhofs. Pünktlich ist er also fertig geworden, dieser Neubau, der das alte Betriebsgebäude ersetzt. Ein Bijou, sind sich Steck und Oeschger einig. Ein Bijou ohne Pomp.
Zeichen der Zeit
«Der Neubau bietet schlicht eine zeitgemässe, funktionelle Infrastruktur für den Forstbetrieb», sagt Urs Steck. Es ist ein Zeichen der Zeit, denn der alte Werkhof – 1997 eigentlich als Provisorium erstellt, 2011 zu Teilen renoviert – genügte längst nicht mehr den Ansprüchen an einen modernen Betrieb, über die Zustände berichtete die NFZ: Keine abgetrennten Garderoben, zu wenig sanitäre Anlagen, schlecht isoliert und eigentlich fühlten sich die Mäuse noch am wohlsten, weil sie sich im Zwischenboden am Elektrischen zu schaffen machten. Das alles ist nun Geschichte.
Der grosse Raum, in dem Steck und Oeschger sitzen und nun Auskunft geben, steht stellvertretend für so vieles, das zu den Anforderungen an einen zeitgemässen Forstbetrieb gehört: «Hier können wir künftig Schulungen für das Forstpersonal abhalten, genauso Reviersitzungen oder Försterrapporte», sagt Steck. Moderne Räume im Innern, vom Aufenthalt über Lager bis Werkstätte einerseits; andererseits sind auch logistische Anpassungen rund um den neuen Werkhof erfolgt, der sich im Vergleich zum alten Gebäude leicht versetzt in südwestlicher Richtung befindet. Just mit dem Rückbau des alten Betriebsgebäudes entstand zusätzlich freier Raum für einen Rangier- und Waschplatz für grosse Fahrzeuge und Gerätschaften.
Aussenwirkung
Aktuell arbeiten im Forstbetrieb Region Möhlin rund ein Dutzend Festangestellte, hinzu stossen befristet immer wieder Zivildienstleistende. «In dieser Woche waren wir fünfzehn Personen», sagt Steck, eine Kapazität, auf die der alte Werkhof nicht ausgerichtet war. Insofern meint Marc Oeschger mit Blick in die Zukunft: «Der neue Forstwerkhof hat auch eine Aussenwirkung als moderner, attraktiver Arbeitsplatz.»
Das neue Betriebsgebäude am Standort Möhlin ist eine regionale Angelegenheit, gehören doch auch die weiteren Gemeinden Zeiningen, Zuzgen, Hellikon, Mumpf und Obermumpf dem Forstbetrieb Region Möhlin an. Dessen Leiter Urs Steck sagte unlängst, dass sämtliche Gemeinden hinter dem Neubauprojekt stehen würden. Und nun – ist es fertig erstellt worden nach sieben Monaten Bauzeit. Damit will der Forstbetrieb gerüstet sein für die Zukunft.
Eigentümer sind die Ortsbürger
Sowohl den Projektierungskredit (70 000 Franken) als auch den Verpflichtungskredit (1,82 Millionen Franken) für den neuen Forstwerkhof (inklusiv Rückbau des alten) stemmten die Möhliner Ortsbürger als Eigentümer. Sie finanzieren das Projekt durch Einnahmen aus den Mietverträgen und dem Betriebserfolg mit den am Forstbetrieb beteiligten sechs Gemeinden. Der Forstwerkhof sowie sämtliche Maschinen, die der Forstbetrieb Region Möhlin nutzt, gehören der Ortsbürgergemeinde.
(rw)