Youth for Hope macht Freude
24.07.2026 ZeiningenIm Kinder- und Jugendheim Youth for Hope haben wieder einige Veränderungen stattgefunden. Neben Neuzuzügen freut sich der jüngst erstellte Sportplatz grosser Beliebtheit. Hausmutter Jemimah ist nun in Rente und ihre Nachfolgerin arbeitet sich ein.
Hans Zemp
Youth for Hope ...
Im Kinder- und Jugendheim Youth for Hope haben wieder einige Veränderungen stattgefunden. Neben Neuzuzügen freut sich der jüngst erstellte Sportplatz grosser Beliebtheit. Hausmutter Jemimah ist nun in Rente und ihre Nachfolgerin arbeitet sich ein.
Hans Zemp
Youth for Hope Zeiningen wartet im von ihm betriebenen Kinderheim in Ngong, westlich von Nairobi, wieder mit etlichen Neuheiten auf. So wurden Anfang Juni die zweieinhalbjährige Bianca und der vierjährige Morgan neu aufgenommen. Gemäss Barbara Chindia Haas, Operative Leiterin, haben sich beide «super-gut» integriert. Dies fiel den beiden darum echt leichter, weil sie von ihren für sie neuen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern herzlich aufgenommen wurden. Sogar Pieter, er wurde mit anderthalb Jahren aufgenommen und war nun doch einige Zeit nicht nur der Benjamin in der Bewohnerschar, er war auch der eigentliche Prinz, hat sich an seine neuen Kamerädchen gewöhnen müssen. Dies fiel ihm, er besucht unterdessen den Kindergarten, anfänglich gar nicht leicht. Es geht aber unterdessen gut.
Diverse Schulwechsel standen oder stehen in diesem Jahr wieder an. Veronicah und Virginia besuchen neu die Senior High School, Amos und Stacy wechselten an die Universität. Amos möchte Architekt, Stacy Krankenschwester werden. Ihre Ausbildung abgeschlossen haben Brendah, sie ist nun Psychologin, und Debbie Brenda Ernährungsberaterin. Im administrativen Bereich in einem Spital wird man sicher bald Griffin antreffen. In Kenia ist es nicht gerade leicht, eine Arbeitsstelle zu finden. Sicher ist aber, dass der nächste Schritt für alle drei in die Selbständigkeit führen wird.
Neue Hausmutter für Jemimah
Die gute alte Seele in Küche und Haus, die von allen geliebte Hausmutter Jamimah, ist unterdessen pensioniert. Sie kann oder will aber noch nicht ganz aufhören. So hilft sie von Donnerstag bis Samstag noch so viel mit, wie und wo es ihr ihre Kräfte noch erlauben. Auf diese Art bleibt sie ihrer geliebten Arbeitsstelle und den Jugendlichen noch etwas erhalten. Momentan arbeitet sich Jeniffer als Nachfolgerin ein. Die harmonisch wirkende Frau hinterlässt bis jetzt einen guten Eindruck. Die Kinder und das Team haben sie sehr gern und offenherzig aufgenommen. Man fühlt sich auf beiden Seiten wohl.
Sarah Steiner entwickelt sich immer mehr zu einer echt treuen Seele in Ngong. Sie wird im Dezember bereits ihren dritten Volontär-Einsatz leisten. Es scheint hier ganz deutlich, dass das Trio Eugster mit seinem Song «Das mues en Virus si» bei Sarah Steiner den Nagel auf den Kopf getroffen hat.
Aus dem oberen Fricktal wird Kerstin für sechs Wochen in Ngong ein Volontariat absolvieren. Kerstin ist sich von Berufs wegen den Umgang mit Jugendlichen gewöhnt. Schon heute freuen sich im Ngong alle auf ihr Brotbacken mit Sauerteig. Dies ist ja beinahe so etwas wie eine Rarität.
Der Spielplatz ist erstellt
Im letzten Bericht hat die NFZ erwähnt, dass man in Ngong einen Aussenspielplatz erstellen will. Man hoffte, den Platz bis Ende Februar zu haben. Die Bauabnahme war dann im Mai möglich. Auch in Afrika braucht es gelegentlich Geduld. Ein Teil der Geräte, etwa die Tore für den Fussball, stammen aus der Schweiz.
Der 16 mal 16 Meter grosse Spielplatz hat sich zu einem eigentlichen Anziehungspunkt entwickelt. Sobald die Jugendlichen aus der Schule zurückkommen, wird darauf Volleyball, Fussball oder Federball gespielt und noch etwas Dampf abgelassen. Spiel und Sport haben einen wirklich grossen Stellenwert erhalten und nehmen neben den Hausaufgaben deutlich einige Zeit in Anspruch.
In Ngong erlebt man das Zusammensein und das Zusammenwohnen der Jugendlichen so, wie dies in einer Familie anzutreffen ist. Diese Familie soll ihre momentane Grösse trotz des moderaten Wachstums der jüngeren Zeit mehr oder weniger behalten. Das Haus ist voll und auch die Aussenstationen sind anspruchsvoll.
Das ganze Projekt ist nur wegen der Grosszügigkeit vieler Leute und der Ehrenamtlichkeit erfolgreich möglich. Mögliche Patenschaften sind ein wesentlicher Zweig der Unterstützung. Bianca und Morgan freuen sich schon heute auf ihren Götti oder ihre Gotte und damit auf ihre neue Bezugsperson.

