Am südlichen Ende des Sisslerfelds, auf Münchwiler Boden, bekommt die Plattform Sisslerfeld ihren definitiven Standort. Die neue Adresse der Plattform hat Geschichte – eine sehr alte.
Schon die Römer schätzten das Sisslerfeld. Zwischen dem 1. und ...
Am südlichen Ende des Sisslerfelds, auf Münchwiler Boden, bekommt die Plattform Sisslerfeld ihren definitiven Standort. Die neue Adresse der Plattform hat Geschichte – eine sehr alte.
Schon die Römer schätzten das Sisslerfeld. Zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert stand hier eine Raststation mit eigenem Badetrakt, samt einer äusserst selten nachgewiesenen Wanne mit Mosaikfassung. Gespeist wurde das Bad über kunstvoll gebaute Wasserleitungen, die frisches Quellwasser von den Tafeljurahängen herunterführten – quer durch das heutige Münchwilen, wo die Kantonsarchäologie 2018 ein rund 30 Meter langes Teilstück freilegte. Die Wanne selbst überstand die Bauarbeiten der 1960er-Jahre im Sisslerfeld leider nicht; geblieben ist die Erinnerung an einen Ort, der schon vor 2000 Jahren Menschen anzog.
Vom Badeort zum neuen Treffpunkt
Wo einst die Römer badeten, entsteht heute ein neuer Treffpunkt – als Fenster in die Zukunft: Die hölzerne Plattform Sisslerfeld ist selbst ein Stück gelebte Regionalgeschichte: Lernende der Firma Häring in Eiken haben sie projektiert und gebaut. Auf der Parzelle der AEW in der Verlängerung der Südspange am südlichen Ende des Sisslerfelds bereitet die Firma Stucki Gartenbau derzeit die Fundierung vor; demnächst beginnt der Aufbau.
Die Plattform, einem römischen Wachturm nicht unähnlich, ist die einzige sichtbare Landmarke der Transformation und an 365 Tagen im Jahr frei zugänglich. Sie dient grenzüberschreitend den Schulklassen der Region als ausserschulischer Bildungsraum, zudem gibt es Führungen, Veranstaltungen, Exkursionen und Events. Kurzum: Sie erlaubt den Blick auf den Wandel des Sisslerfeld und bildet das Fundament für Partizipation, Bildung und Vernetzung.