«Wochenlang hohe Temperaturen und kein Regen in Sicht – für Wittnau, das auf Quellwasser angewiesen ist, eine prekäre Situation», so war es in der NFZ Anfang Juli zu lesen. Die Lage hat sich weiter zugespitzt, wie Frau Gemeindeammann Denise Schmid erklärt.
Simone Rufli
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«Wochenlang hohe Temperaturen und kein Regen in Sicht – für Wittnau, das auf Quellwasser angewiesen ist, eine prekäre Situation», so war es in der NFZ Anfang Juli zu lesen. Die Lage hat sich weiter zugespitzt, wie Frau Gemeindeammann Denise Schmid erklärt.
Simone Rufli
Denise Schmids Tage ähneln sich seit Wochen. Täglich steht die Frau Gemeindeamman von Wittnau in Kontakt mit den Mitarbeitenden der Regionalen Brunnenmeisterdienste in Frick, lässt sich darüber informieren, wie hoch der Wasserverbrauch ist und was die Quelle an Wasser noch hergibt. Und das wird, weil der Regen ausbleibt und auch diese Woche keine grundlegende Wetteränderung in Sicht ist, immer weniger.
Mit Wirkung ab Donnerstag, 23. Juli, 12 Uhr, hat der Gemeinderat Wittnau deshalb die bereits geltenden Massnahmen verschärft und den Wasserbezug weiter eingeschränkt (im Detail nachzulesen in den Gemeindenachrichten, NFZ vom 23. Juli, und auf der Webseite der Gemeinde www.wittnau.ch). Damit verbunden ist, dass Zuwiderhandlungen geahndet werden können und weitere Massnahmen zur Sicherstellung der Wasserversorgung vorbehalten bleiben. Von den Massnahmen betroffen sind ausnahmslos alle Bezüger – auch gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe sowie öffentliche Einrichtungen. Über Ausnahmebewilligungen – einzureichen mit einem begründeten Gesuch – entscheidet der Gemeinderat.
Ein striktes Befolgen der Weisungen von ausnahmslos allen sei nötig, betont Frau Gemeindeammann Denise Schmid im Gespräch mit der NFZ. Zum einen, weil aufgrund der anhaltenden Trockenheit immer weniger Wasser aus der Quelle fliesse. «Zum anderen, weil wieder mehr Leute aus den Ferien zurückkehren und damit der Verbrauch im Dorf wieder ansteigt».
Erfolgreicher Testlauf
Sollte sich die Lage weiter zuspitzen und die Quelle den Bedarf nicht mehr decken – was bereits mit der neuen Hitzewelle möglich ist – könnte Wasser aus umliegenden Gemeinden zugeführt werden. «Auch auf diesen Fall sind wir vorbereitet. Ein erster Testlauf wurde vor ein paar Tagen erfolgreich durchgeführt», so Denise Schmid. Dabei wurde Wasser in einem Tanklastwagen nach Wittnau gebracht und in die örtliche Wasserversorgung eingespeist.
Und was, wenn die Trockenheit derart lange anhält, dass das Wasser auch in den umliegenden Gemeinden knapp wird? «Wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, würde uns der Kanton helfen. Wir stehen auch mit den Verantwortlichen beim Kanton in regelmässigem Austausch.»
Der Bevölkerung dankbar
Die verhängten Massnahmen würden von den Wittnauerinnen und Wittnauern gut mitgetragen. «Die Akzeptanz ist gross, dafür sind wir der Bevölkerung dankbar.» In kurzen Abständen transparent informieren und jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen – «das ist uns im Gemeinderat wichtig», sagt Denise Schmid. «Informationen geben Sicherheit in dieser unschönen Situation.» Wichtig sei auch, dass der Gemeinderat mit gutem Beispiel vorangehe. «Wir verzichten auf das Bewässern von öffentlichen Anlagen und wir haben einen Baustellen-Start verschoben, weil auch dort Wasser benötigt würde. Wir stehen das gemeinsam durch.»