Die Volksinitiative «200 Franken sind genug» verkauft sich als Entlastung. In Wahrheit ist sie ein gefährlicher Kahlschlag. Eine Halbierung der Radio- und Fernsehabgabe würde der SRG fast 800 Millionen Franken entziehen und damit den medialen Service public massiv ...
Die Volksinitiative «200 Franken sind genug» verkauft sich als Entlastung. In Wahrheit ist sie ein gefährlicher Kahlschlag. Eine Halbierung der Radio- und Fernsehabgabe würde der SRG fast 800 Millionen Franken entziehen und damit den medialen Service public massiv schwächen. Auch die italienischsprachige Bevölkerung Graubünden ist auf die Berichterstattung von RSI angewiesen. Genau diese Angebote würden bei massiven Kürzungen unter Druck geraten. Denn Sparprogramme treffen immer jene Bereiche zuerst, die weniger Marktvolumen haben. Die Halbierungsinitiative geht jedoch weit darüber hinaus. Gerade in Zeiten von Fake News, Desinformationen und zunehmender Polarisierung wäre das ein fatales Signal. Wer 800 Millionen Franken streicht, spart nicht, sondern zerstört. Darum braucht es ein klares Nein zur Halbierungsinitiative, für unsere Sprachen und für eine informative, vielfältige, demokratische Schweiz.
JOHANN PAUL WACHTER KAISERAUGST