Anfang Sommer wurde der Brunnentrog bei der Rheinfähre in Kaiseraugst beschädigt. Es handelte sich um einen Basilisken-Brunnen aus Gusseisen, der offenbar als nicht mehr reparierbar eingestuft und entsorgt wurde. In der Zeitung wurden der oder die Verursacher aufgefordert, sich bei ...
Anfang Sommer wurde der Brunnentrog bei der Rheinfähre in Kaiseraugst beschädigt. Es handelte sich um einen Basilisken-Brunnen aus Gusseisen, der offenbar als nicht mehr reparierbar eingestuft und entsorgt wurde. In der Zeitung wurden der oder die Verursacher aufgefordert, sich bei der Gemeindeverwaltung zu melden, bevor die vorhandenen Kameraaufnahmen ausgewertet und die verantwortliche Person möglicherweise ermittelt werde. Das ist nachvollziehbar. Doch inzwischen stellt sich die Frage: Warum war es nicht möglich, den Brunnen während der gesamten Badesaison wieder in Betrieb zu nehmen?
Der diesjährige Sommer lockte wegen des schönen Wetters besonders viele Menschen an den Rhein bei der Fähre. Auch ich war fast täglich dort, um im Rhein zu schwimmen. Immer wieder war die gleiche Frage zu hören: Warum gibt es eigentlich kein Trinkwasser mehr hier am Brunnen? Als Alternative blieb lediglich der Gang zu den Toiletten, wo Trinkwasser zur Verfügung steht. Doch die dort herrschenden hygienischen und geschmacklichen Verhältnisse dürften nicht unbedingt dazu einladen, sich mit Trinkwasser zu erfrischen.
Wenn ein gusseiserner Brunnentrog nicht mehr repariert werden kann, wäre doch ein Ersatz keine unlösbare Aufgabe gewesen. Gerade an diesem stark frequentierten Badeplatz hätte man erwarten dürfen, dass eine pragmatische Lösung gefunden wird, zumindest während der Badesaison. Nun ist der Sommer vorbei, die Badesaison beendet und der Brunnen ist immer noch ausser Betrieb! Frage an die Verantwortlichen: War die Beschaffung eines Ersatz-Troges tatsächlich so schwierig, oder fehlte es schlicht am Interesse?
MARIO LÜTZELSCHWAB, KAISERAUGST