Rückgang beim Jahresumschlag der Rheinhäfen
Mit 4,7 Millionen Tonnen Jahresumschlag in den schweizerischen Rheinhäfen verzeichnet das vergangene Jahr einen Rückgang von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber ist dabei der Rückgang um 22 Prozent beim ...
Rückgang beim Jahresumschlag der Rheinhäfen
Mit 4,7 Millionen Tonnen Jahresumschlag in den schweizerischen Rheinhäfen verzeichnet das vergangene Jahr einen Rückgang von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber ist dabei der Rückgang um 22 Prozent beim Import von Mineralöl- und Energieprodukten. Die übrigen Gütergruppen bleiben beständig oder legen sogar zu – wie der wasserseitige Containerumschlag als auch die Container auf der Bahn mit einem starken Plus von 51,5 Prozent. Hier spielt unter anderem die Verlagerung der Kaffeeverkehre weg vom LKW auf die Verkehrsketten mit Bahn und Schiff eine grosse Rolle. Auch der Export von Gütern zeigt sich in der Jahresbetrachtung stabil.
Höhere Energieproduktion in Cressier
Haupttreiber für den Jahresumschlag 2025 ist der Rückgang im Import von Mineralöl- und Energieprodukten, welche rund 570 000 Tonnen unter Vorjahresniveau liegen und damit den Grossteil des Rückgangs vom Gesamtumschlag ausmachen. Der Import über die Tanklager im Hafen Birsfelden steht in enger Wechselwirkung mit der Raffinerie in Cressier, die im Jahr 2025 auf hohem Produktionsniveau gefahren wurde.
Agrarprodukte entwickelten sich 2025 robust. Auf der Importseite stiegen die Mengen um 10 Prozent auf 185 069 Tonnen. Hauptgrund ist die sehr schwache Inlandernte 2024, welche in der Folge überdurchschnittliche Getreideimporte für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie auslöste. Der Bund hatte die Importkontingente zusätzlich angehoben, um die Versorgung zu sichern. Trotz einer sehr guten Inlandernte 2025 wurden auch im zweiten Halbjahr weiterhin signifikante Importe getätigt – vor allem Futtermittel –, was zeitweise zu einer sehr guten Auslastung der Silokapazitäten in den Häfen führte. Auf der Exportseite legten die Ausfuhren um 18 Prozent auf 37 082 Tonnen zu.
Die Exporte von Recyclingmaterial lagen mit 416 449 Tonnen leicht über dem Vorjahr. Die Schwankungen im Import haben dabei einen starken Zusammenhang mit dem Materialeinkauf und der Produktion der nationalen Stahlwerke und ihren nachgelagerten Logistikeffekten. Während der Export an Nahrungsund Genussmitteln um 22 Prozent stieg, verzeichnete der Import einen Rückgang von 17 Prozent.
Die Pegelstände und damit die Grundvoraussetzung für eine gute Auslastung der Güterschiffe waren mit Ausnahme einer Niedrigwasserperiode im Frühling auf einem durchschnittlichen Niveau. Der sich in Bau befindende Ersatz des Südq ua i-Ter m i na ls w i rd der Binnenschifffahrt ab Ende 2026 zur Verfügung stehen. (mgt/nfz)